Berlin, 11 Juni 2026
Ab dem 12. Juni muss das Gemeinsame Europäische Asylsystem (CEAS) EU-weit angewendet werden; gleichzeitig kritisiert die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen die Reform als gesundheitsschädlich für Schutzsuchende.
Politischer Auftakt in Brüssel und Berlin
In Brüssel und Berlin wird dieser Moment als Erfolg gefeiert. Nach jahrelangen Verhandlungen tritt am 12. Juni der neue EU-Asylpakt verbindlich in Kraft. Die Reform gilt in der politischen Wahrnehmung „Als Beweis, dass die EU nach Jahren des politischen Ringens doch noch liefern kann."
Kern des Pakts ist ein beschleunigtes Verfahren an den EU-Außengrenzen. „Im Schnelldurchlauf sollen viele Flüchtende an EU-Außengrenzen künftig ihre Asylgründe vorbringen." Wer als wenig aussichtsreich eingestuft wird, soll demnach direkt an der Grenze in Haft genommen und dort schnellstmöglich geprüft werden – mit dem Ziel, diejenigen ohne Schutzanspruch zügig zurückzuführen.
