Elf Tote bei Absturz eines Kleinflugzeugs nahe Nancy in Ostfrankreich
Tomblaine, 28. Juni 2026
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Kurzfassung
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im nordostfranzösischen Tomblaine nahe Nancy sind am Sonntag elf Menschen ums Leben gekommen. Die in Deutschland registrierte Maschine war kurz nach dem Start vom Flugplatz Nancy-Essey auf eine Wiese in der Nähe eines Wohngebiets gestürzt.
Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Tomblaine nahe Nancy im nordöstlichen Frankreich sind am Sonntag elf Menschen ums Leben gekommen, darunter der Pilot und zehn Insassen einer Fallschirmspringerschule.
Hergang des Absturzes
Nach Angaben des Präfekten des Départements Meurthe-et-Moselle, Yves Seguy, ereignete sich das Unglück am Sonntag gegen 11:00 Uhr, als eine Privatmaschine vom Flugplatz Nancy-Essey abhob. Die Maschine stürzte demnach nur wenig später in Tomblaine auf eine Wiesenfläche in der Nähe eines Wohngebiets ab. Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. «Weitere Details zum Hergang lagen zunächst nicht vor», hieß es aus den Behörden.
Bei der verunglückten Maschine handelte es sich nach Angaben mehrerer Agenturen um eine in Deutschland registrierte Pilatus PC-6. Dieser Flugzeugtyp wird laut dem Liveblog der Regionalzeitung L'Est républicain häufig für Fallschirmsprünge eingesetzt. «Die Insassen sollen auf dem Weg zu einem Fallschirmsprung gewesen sein», berichteten die Behörden weiter.
Opfer und Identifizierung
Wie die Präfektur mitteilte, handelte es sich bei den elf Toten um den Piloten sowie fünf Schüler und fünf Ausbilder einer Fallschirmspringerschule, der das Flugzeug gehörte. «Der Pilot und alle zehn Passagiere – fünf Schüler und fünf Ausbilder – kamen bei dem Unfall ums Leben», teilten die Behörden mit. Für alle elf Personen an Bord kam jede Hilfe zu spät.
Nach Informationen der Regionalzeitung L'Est républicain handelte es sich bei dem geplanten Flug dem Vernehmen nach um einen sogenannten «Tauf-Flug». Bei dieser Art von Erstflug im Rahmen eines Schnupperkurses sitzen üblicherweise Pflegekräfte oder andere Gäste gemeinsam mit den Instruktoren an Bord. «Demnach sei offenbar ein sogenannter «Tauf-Flug» organisiert gewesen, bei dem sowohl Pflegekräfte als auch Instruktoren an Bord gewesen sein sollen», hieß es.
Hinweise auf «Tauf-Flug»
Wie der Präsident des regionalen Verbands liberaler Pflegedienste in Meurthe-et-Moselle erklärte, könnte es sich bei den Opfern teilweise um selbstständige Pflegekräfte gehandelt haben. Die Regionalzeitung L'Est républicain berichtete, dass sich möglicherweise weitere Personen an Bord befanden, von denen sich drei retten konnten. Diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.
Unmittelbar nach dem Absturz lief ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Nach Angaben der Behörden wurde der Bereich um die Unglücksstelle in Tomblaine weiträumig abgesperrt. «Die Polizei rief die Bevölkerung auf, das Gebiet rund um die Salvador-Allende-Straße zu meiden, um die Einsatzarbeiten nicht zu behindern», hieß es. Anwohnerinnen und Anwohner wurden gebeten, den Bereich unbedingt zu meiden, «um den Rettungsdiensten und den Ordnungskräften freien Zugang zu ermöglichen».
Einsatz der Rettungskräfte
Wie die Rettungskräfte mitteilten, bestand am Wrack zudem eine erhöhte Explosionsgefahr. Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten vor Ort die Lage. Ärzte und Psychologen kümmerten sich am nahe gelegenen Flugplatz um Angehörige der Opfer sowie um Zeugen des Unglücks. In der Umgebung der Absturzstelle kam es laut Medienberichten zudem zu Stromausfällen.
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez sei nach Angaben seines Ministeriums auf dem Weg zum Unfallort. Auch die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zur Absturzursache aufgenommen. Die französische Polizei nahm Ermittlungen zur Absturzursache auf. Ziel der Untersuchungen ist es, den genauen Hergang des Absturzes zu rekonstruieren.
Politische und juristische Reaktionen
Bei der Pilatus PC-6 handelt es sich um einen einmotorigen Tiefdecker, der in der zivilen Luftfahrt vor allem für Schulungs- und Fallschirmsprungflüge genutzt wird. Das in Deutschland registrierte Kleinflugzeug war nach Angaben der Präfektur von Meurthe-et-Moselle am Sonntagvormittag vom Flugplatz Nancy-Essey gestartet. Die Maschine stürzte in Tomblaine auf eine Straße nahe eines Supermarkts.
Laut den Behörden in Tomblaine handelt es sich bei den Opfern um den Piloten sowie zehn Angehörige einer Fallschirmspringer-Schule. Unter den Passagieren befanden sich nach Angaben französischer Medien fünf Fallschirmsprunglehrer und fünf Teilnehmer eines Schnupperkurses. Für die fünf Schüler wäre es nach Angaben der Behörden der erste Fallschirmsprung gewesen.
Die Agentur APA berichtete unter Berufung auf die Behörden am 28. Juni 2026 von dem Unglück. Auch der Sender Deutschlandfunk berichtete am 28.06.2026 im Programm. Um die Absturzstelle wurde ein weiträumiger Sicherheitsbereich errichtet. Am Unfallort sind weiterhin zahlreiche Feuerwehr- und Rettungskräfte im Einsatz, um die Bergungsarbeiten fortzusetzen.
Der Präfekt von Meurthe-et-Moselle bestätigte elf Tote, darunter laut Berichten möglicherweise der Pilot, fünf Fluglehrer und fünf Kursteilnehmer. Seguy sagte, die Maschine sei nach dem Start «plötzlich abgestürzt». Eine erste Pressekonferenz der Präfektur am Sonntag gab erste Details zum Hergang bekannt. Die Ursache des Unglücks ist derzeit noch unklar.
Ermittlungen zur Unglücksursache
Die Pilatus-Maschine gehörte gemäß Agenturberichten einer Fallschirmspringerschule. Es handelte sich um den Piloten sowie zwei Gruppen von jeweils fünf Fallschirmspringern. An Bord befanden sich insgesamt elf Personen: der Pilot sowie zehn Passagiere.
Die Absturzstelle liegt im Vorort Tomblaine, im östlichen Département Meurthe-et-Moselle, in der Nähe von Nancy. Die Gegend ist überwiegend von Wohngebieten geprägt. Durch den schnellen Einsatz der Rettungskräfte konnten weitere Schäden verhindert werden. Die Behörden bitten die Bevölkerung, den Unfallort weiträumig zu umfahren.
Die regionale Boulevardzeitung L'Est républicain führte den Fall in ihrem Liveblog fortlaufend und verwies auf den Fundus an Augenzeugenberichten aus dem angrenzenden Wohngebiet. Nach Angaben der Präfektur wird die Unglücksstelle weiterhin von einem Großaufgebot an Polizei und Feuerwehr bewacht, während Spezialisten der Flugunfalluntersuchung die Trümmer sichern.
Fragen & Antworten
Was geschah am Sonntag in Tomblaine bei Nancy?
In Tomblaine nahe Nancy stürzte am Sonntag gegen 11:00 Uhr ein Kleinflugzeug vom Typ Pilatus PC-6 kurz nach dem Start vom Flugplatz Nancy-Essey ab. Dabei kamen elf Menschen ums Leben.
Wer befand sich an Bord der verunglückten Maschine?
Nach Angaben der Präfektur von Meurthe-et-Moselle handelte es sich um den Piloten sowie fünf Schüler und fünf Ausbilder einer Fallschirmspringerschule, der die Maschine gehörte.
Welche Behörden ermitteln nun zur Unglücksursache?
Die französische Polizei und die Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen zur Absturzursache aufgenommen. Parallel reisten Innenminister Laurent Nuñez und Spezialisten zur Unglücksstelle.
Flugzeugabsturz Tomblaine: Elf Tote bei Nancy bestätigt | nachrichten360