Knapp 17 Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs mit 228 Toten hat ein französisches Gericht die Airline und den Flugzeugbauer Airbus schuldig gesprochen.
Das Berufungsgericht in Paris verurteilte beide Unternehmen am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung und verhängte eine Geldstrafe von jeweils 225.000 Euro. Die Richter erklärten, die Unternehmen seien "alleine und komplett verantwortlich" für den Absturz des Fluges AF 447 im Jahr 2009.
Die Air-France-Maschine war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in ein Unwetter geraten und in den Atlantik gestürzt. Erst im Mai 2011 wurden die letzten Leichen und der Flugdatenschreiber aus etwa 4.000 Metern Tiefe geborgen.

