Ehemaliger Freund widerspricht Beran A. als Zeuge mehrfach
Wien, 21. Mai 2026
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Kurzfassung
Im Prozess um den geplanten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien hat der ehemalige Freund von Beran A., Luca K., dessen Aussagen mehrfach widersprochen. Der Hauptangeklagte soll einen Bombenanschlag auf das Ernst-Happel-Stadion geplant haben.
Im Wiener Terrorprozess um den geplanten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert hat der ehemalige Freund des Hauptangeklagten Beran A., Luca K., dessen Aussagen mehrfach widersprochen.
Luca K., der seit August 2024 in Haft sitzt, wurde im Juli 2024 zu einer zusätzlichen sechsmonatigen Haftstrafe wegen eines gewalttätigen Übergriffs auf mehrere Männer verurteilt. Er sollte eigentlich für die Bühnenaufbauten im Ernst-Happel-Stadion verantwortlich sein.
Beran A. und sein Mitangeklagter Arda K. bestreiten weiterhin, ihren ehemaligen Schulfreund Hasan E. zu einem Anschlag in Mekka angestiftet zu haben. Arda K. gab vor Gericht an, erst in Istanbul erfahren zu haben, dass Beran A. ebenfalls involviert war.
Luca K., ein ehemaliger Freund von Beran A., widersprach im Gerichtssaal mehrfach den Aussagen des Hauptangeklagten. Er wurde im Vorjahr wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation zu einer zweijährigen unbedingten Haftstrafe verurteilt.
Luca K. sagte aus, er könne sich nicht daran erinnern, von Beran A. gewarnt worden zu sein, das Konzert nicht zu besuchen, und habe keine Kenntnis von den Anschlagsplänen gehabt. 'Daran kann ich mich nicht erinnern', so sein wörtliches Zitat.
Beran A. behauptete hingegen, er habe seine Beteiligung an dem Konzert genutzt, um vor Ort Informationen zu sammeln. Hasan E., der in Mekka mehrere Sicherheitskräfte mit einem Messer schwer verletzt hat, sitzt derzeit in Saudi-Arabien in Haft und droht ihm die Todesstrafe.
Beran A. sollte ursprünglich einen Terroranschlag in Dubai verüben, führte diesen jedoch nicht aus. Luca K. sagte aus, Beran A. habe ihm von einer Reise nach Dubai erzählt, er habe ihm aber nicht geglaubt und keine Bilder gesehen. 'Aber ich habe ihm das nicht geglaubt, er hat mir auch keine Bilder gezeigt', so Luca K.
Aussagen im Widerspruch
Beran A. räumte ein, zahlreiche Botschaften in sozialen Medien veröffentlicht zu haben, die den IS und das Märtyrertum verherrlichten, behauptete jedoch, diese seien nur einem kleinen Kreis von Followern sichtbar gewesen.
Als Fragen zu seiner Beziehung mit seiner Ex-Freundin aufkamen, beantragte Beran A. den Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Ex-Freundin, die ebenfalls als Zeugin aussagte, wollte ohne Öffentlichkeit und in Abwesenheit von Beran A. aussagen.
Der Prozess gegen Beran A. wegen des angeblich vereitelten Terroranschlags auf ein Taylor-Swift-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion wurde mit der Befragung des Zeugen Luca K. fortgesetzt. Luca K., der ehemalige Freund von Beran A., widersprach dessen Aussagen in mehreren Punkten.
Luca K. gab an, nicht gewarnt worden zu sein und nichts von den Anschlagsplänen gewusst zu haben. Beran A. behauptete hingegen, Luca K. habe gewusst, was er geplant habe, und habe ihn gewarnt, nicht zum Konzert zu gehen. 'Daran kann ich mich nicht erinnern', entgegnete Luca K.
Luca K. hatte Beran A. gefragt, ob er beim Konzert arbeiten wolle, was dieser ablehnte. Luca K. stand zunächst unter Verdacht, als Mittäter involviert zu sein, konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, dass er in die Anschlagspläne eingeweiht war.
Hintergrund der Anschlagspläne
Der Prozess dreht sich auch um einen mutmaßlichen Anschlag in Mekka. Beran A. und Arda K. bestritten die Vorwürfe und erklärten, Hasan E. habe versucht, sie zu Anschlägen in Dubai und Istanbul anzustiften.
Luca K. gab an, Beran A.s Behauptung, in Dubai gewesen zu sein, nicht geglaubt zu haben. Beran A. habe ihm eine Nachricht geschickt: 'Schreib mir nicht. Es ist gefährlich. Wegen dem'. Nach seiner Rückkehr aus Dubai habe Beran A. sein Verhalten geändert, Drogen genommen und Luca K. Aufkleber mit der Flagge des Islamischen Staates gegeben.
Am 12. Juli 2024 schrieb Beran A. an Luca K.: 'Ich habe Waffen besorgt'. Luca K. erwähnte auch eine gemeinsame Autofahrt, bei der Beran A. ein Messer mit IS-Symbol bei sich hatte.
Der Prozess wurde mit Fragen zu Beran A.s Ex-Freundin fortgesetzt, die als Zeugin geladen wurde. Die Verhandlung wurde in nichtöffentlicher Sitzung fortgeführt, da es um hochpersönliche Lebensbereiche der beiden ging.
Luca Ali K. ist ein 19-Jähriger mit einer Vorgeschichte in terroristischen Straftaten und Körperverletzung, der bereits fast drei Jahre im Gefängnis verbracht hat. Er arbeitete als Bühnenarbeiter für die Taylor-Swift-Konzertreihe im August 2024.
Weitere Zeugenaussagen
Beran A., der Hauptangeklagte, plante einen Anschlag auf das Taylor-Swift-Konzert. Luca Ali K. und Beran A. hatten sich an einem Bahnhof in Wiener Neustadt kennengelernt, waren Freunde geworden und hatten extremistisches Material ausgetauscht.
Beran A. warnte Luca Ali K. davor, das Taylor-Swift-Konzert zu besuchen, und erwähnte seinen Plan, eine Bombe zu bauen. Luca Ali K. bestritt jedoch, von Beran A.s Bombenplänen gewusst zu haben.
Beran A. vertraute Luca Ali K. angeblich Pläne für gleichzeitige Anschläge in Dubai, Mekka und Istanbul im März 2024 an. Hasan E. führte einen Anschlag in Mekka aus und sitzt derzeit in Saudi-Arabien in Haft, wo ihm die Todesstrafe droht.
Beran A. brach seinen geplanten Anschlag in Dubai ab und informierte Luca Ali K. per WhatsApp darüber. Luca Ali K. antwortete mit einer Warnung, dass die Kommunikation gefährlich sei.
Beran A. und seine Freundin, die im Juli 2024 nach islamischem Recht geheiratet hatten, diskutierten in Online-Chats über das Töten von Menschen. Die Freundin bot an, seine 'Sklavin' zu sein, um die Beziehung trotz der Ablehnung ihres Vormunds aufrechtzuerhalten.
Beran A.s Freundin wurde zu 18 Monaten Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und einer kriminellen Organisation verurteilt. Der Prozess soll am 28. Mai 2026 mit einem erwarteten Urteil fortgesetzt werden.
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