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Der langjährige Wiener Dompfarrer Toni Faber wird im März 2027 mit 65 Jahren in Pension gehen, wie aus Kirchenkreisen bestätigt wurde.

Ernste Gespräche mit Erzbischof Grünwidl

Bereits seit längerem gab es in katholischen Kreisen Spekulationen über Fabers Zukunft. Der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl habe mit dem Dompfarrer "ernste Gespräche" über dessen öffentliches Auftreten geführt, wie es hieß. Faber, der seit rund 30 Jahren als Dompfarrer von St. Stephan amtiert, gilt als einer der bekanntesten und aktivsten Vertreter der katholischen Kirche in Österreich.

Seine öffentliche Haltung zum Zölibat sorgte jedoch für Kontroversen. Er ließ in Gesprächen keinen Zweifel daran, dass er das vor rund 1000 Jahren in der Kirche eingeführte Prinzip der Ehelosigkeit für überholt halte. In den vergangenen Jahren zeigte er sich zudem immer offensiver mit seiner "guten Freundin", einer Wiener Anlageberaterin, in der Öffentlichkeit.