Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten in Deutschland und will den Vorschlag Ende Juni 2026 im Detail präsentieren.
DGB-Chefin Yasmin Fahimi begründete die Forderung mit einer deutlichen Lücke in der Alterssicherung: Nach ihren Angaben verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge. Die Gewerkschaften seien bereit, dies kollektiv für alle Beschäftigten zu regeln, und zwar auf Basis von Tarifverträgen, sagte Fahimi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Details des Vorstoßes will der DGB laut Fahimi Ende des Monats präsentieren.
Lücke bei der Vorsorge
Als Hauptursache für die fehlende Absicherung nannte Fahimi, dass viele Beschäftigte in Betrieben ohne Tarifbindung arbeiteten. Sie forderte, dass die betriebliche Altersvorsorge nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gehen dürfe. Bei Unternehmen ohne Tarifbindung sei es denkbar, die Beschäftigten in bestehende Modelle aufzunehmen. Diese Altersversorgung müsse zusätzlich zur gesetzlichen Rente kommen.
