Eine defekte Oberleitung im Osten von Hannover hat am Donnerstagmorgen den Zugverkehr zwischen Hannover, Wolfsburg und Berlin erheblich gestört und zu Verspätungen, Umleitungen und Teilausfällen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr geführt.
Ursache: ICE verliert Stromabnehmer
Ursache war nach Angaben von Transdev, dem Betreiber der S-Bahn Hannover, ein Schaden an einer Oberleitung an der Haltestelle Karl-Wichert-Allee im Osten der Stadt. Wie das Unternehmen mitteilte, habe in der Nacht ein ICE dort seinen Stromabnehmer verloren und die Leitung erheblich beschädigt. Die Fernverkehrsstrecke sei dadurch nur noch eingleisig befahrbar.
Die Deutsche Bahn teilte mit, dass betroffene Fernverkehrszüge auf der Relation zwischen Norddeich Mole und Dresden verspätet seien, ganz ausfielen oder nur auf Teilstrecken verkehrten. Betroffen waren unter anderem die Verbindungen Aachen–Mönchengladbach–Köln/Düsseldorf–Hannover–Berlin sowie Oberstdorf–Stuttgart–Mannheim–Mainz–Köln–Dortmund–Hannover–Magdeburg–Leipzig–Dresden. Auch die Strecke Flensburg–Hamburg–Frankfurt (Main)–Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof war in der Folge beeinträchtigt.
