Bogotá, 22. Juni 2026

Der rechtsgerichtete Anwalt und Politikneuling Abelardo de la Espriella hat die Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien nach vorläufigen Ergebnissen mit 49,7 zu 48,7 Prozent knapp vor dem Linkskandidaten Iván Cepeda gewonnen.

Ein Sieg mit historisch knappem Vorsprung

Mit dem Sieg de la Espriellas vollzieht das von Gewalt geplagte südamerikanische Land einen scharfen Rechtsruck. Der 47-jährige Jurist, Unternehmer und politische Quereinsteiger tritt damit die Nachfolge von Gustavo Petro an, der am 7. August aus dem Amt scheidet. Der Abstand von rund 250.000 Stimmen ist der geringste in der Geschichte kolumbianischer Präsidentschaftswahlen.