Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat am Donnerstag in Berlin Leistungskürzungen in der Pflegeversicherung nicht ausgeschlossen, weil deren finanzielle Lage unter Druck steht.

Die gesetzliche Pflegeversicherung gerät zunehmend unter finanziellen Druck. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann erklärte am Donnerstag, Kürzungen bei den Leistungen seien möglich. Eine Reform sei notwendig, um die finanzielle Lage des Systems zu stabilisieren.

Damit räumt die Bundesregierung erstmals ein, dass Leistungen in der Pflegeversicherung zurückgenommen werden könnten. Die Versichertengemeinschaft trägt die Kosten der Pflegeversicherung gemeinsam und erhält Zuschüsse aus dem Bundeshalt.

Hintergrund ist die absehbare Entwicklung der Beiträge und Ausgaben. Die demografische Alterung erhöht den Anteil jener Versicherten, die Pflegeleistungen benötigen. Zugleich entstehen Kosten, die nicht allein durch die Beiträge der Versichertengemeinschaft gedeckt werden können.