Skagen, Dänemark, 2. Mai 2026 Buckelwal Timmy auf Rettungsmission in der Nordsee
Ein Konvoi zur Rettung des gestrandeten Buckelwals Timmy setzt seinen Kurs in der Nordsee fort, um das Tier an einem nicht öffentlich bekannten Ort freizulassen.
Rettungsaktion trotz Widerstands
Seit Mitte April bemüht sich eine private Initiative um die Rettung des Buckelwals, obwohl Wissenschaftler, Institutionen und Tierschutzorganisationen davon abrieten. Der etwa zwölf Meter lange Wal war mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet und lag zuletzt vier Wochen lang in der Nähe der Insel Poel vor Wismar.
Am vergangenen Dienstag wurde Timmy erfolgreich auf eine Barge verladen, die vom Mehrzweckschiff "Fortuna B" gezogen wird. Der Konvoi besteht aus einem Schlepper, der Barge mit dem Wal und einem Begleitschiff. Während der Fahrt wurde das Netz um die Barge zeitweise entfernt, der Wal jedoch nicht freigelassen.
Kursänderungen und Fortschritt
Am Freitagmorgen musste der Konvoi aufgrund hoher Wellen zunächst nach Süden ausweichen, setzte aber am Nachmittag seinen nördlichen Kurs fort. Dabei passierte er die Übergangsstelle von der Ostsee zur Nordsee in der Nähe des dänischen Ortes Skagen.
Mitglieder der privaten Initiative betonten am Freitag, dass jeder Kilometer in Richtung Nordsee zähle. "Every kilometer towards the North Sea counts", bestätigten sie. Das Ziel der Mission bleibt die Freilassung des Wals in der Nordsee, wobei der genaue Ort nicht öffentlich bekannt ist.

