Buckelwal Ostsee Rettungsaktion

Ein Buckelwal, der seit Wochen in der Ostsee gestrandet war, könnte in Kürze freigelassen werden. Der etwa zwölf Meter lange Wal wurde auf einem Lastkahn in Richtung Nordsee transportiert, doch das Vorhaben musste aufgrund schlechten Wetters unterbrochen werden.

Transport unterbrochen

Der Wal wurde auf einem Lastkahn von der Ostsee aus transportiert, doch etwa elf Seemeilen vor der Nordspitze Dänemarks musste das Schiff wegen starken Wellengangs umkehren. Martin Bocklage, Kapitän des Begleitschiffs "Robin Hood", erklärte: "Die hohen Wellen stellten ein Verletzungsrisiko für den Wal dar." Der Wal war zuvor vier Wochen lang in flachen Gewässern vor der Insel Poel bei Wismar gelegen.

Die private Initiative, die sich seit Mitte April um die Rettung des Tieres bemüht, handelt gegen den Rat zahlreicher Wissenschaftler, Institutionen und Tierschutzorganisationen. Das dänische Umweltministerium betonte, dass es grundsätzlich keine gestrandeten Meeressäuger rettet.

Gesundheitszustand des Wals

Der Buckelwal ist geschwächt, aber die Hoffnung auf eine Freilassung bleibt bestehen. Jens Schwarck, ein Mitglied der privaten Initiative, sagte: "Der Wal könnte am späten Nachmittag freigelassen werden." Die genauen Pläne für die Freilassung sind jedoch noch nicht bekannt.

Die Rettungsaktion hat bereits jetzt für Diskussionen gesorgt. Während einige die Bemühungen der Initiative loben, kritisieren andere den Eingriff in die Natur. Die Situation des Wals bleibt angespannt, doch die Retter geben sich optimistisch.