Der Berliner Senat hat den Digital-Staatssekretär Matthias Hundt nach rund 69 Tagen im Amt entlassen, wobei er ein Übergangsgeld von etwa 50.700 Euro erhält, während die Staatsanwaltschaft Dresden im Zusammenhang mit der Insolvenz seiner früheren Beratungsfirma ermittelt.
Hintergrund des Falls
Matthias Hundt war erst Mitte März von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in die Berliner Senatskanzlei geholt worden, um die Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung voranzutreiben. Bereits am Dienstag der Vorwoche wurde er vom Senat entlassen, nachdem Wegner das Vertrauensverhältnis als zerrissen bezeichnet hatte. Im Abgeordnetenhaus sagte Wegner: „Das Vertrauensverhältnis ist nachhaltig gestört, es war und ist nachhaltig zerstört.“ Hundt war 69 Tage im Amt – deutlich kürzer als die meisten seiner Vorgänger.
