Ein Religionslehrer an einer Salzburger Volksschule wurde suspendiert, nachdem Vorwürfe wegen unangemessener Berührungen von Kindern aufkamen.
Die Bildungsdirektion Salzburg hat in der vergangenen Woche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet, wie die 'Salzburger Nachrichten' berichteten. Der Verdacht habe sich erhärtet, dass es zu unangemessenem Verhalten gekommen sei, sagte Bildungsdirektor Rudolf Mair.
Laut Berichten sollen Kinder geschildert haben, dass der Lehrer ihnen 'Geheimnisse' ins Ohr geflüstert habe. Zudem wird ihm vorgeworfen, Kinder an den Oberschenkeln gestreichelt und auf seinem Schoß sitzen gelassen zu haben, während der Klassenraum abgedunkelt war.
Die Vorwürfe waren bereits im Herbst des vergangenen Jahres von Familien geäußert worden. Die Bildungsdirektion wurde jedoch erst durch Medienanfragen auf den Fall aufmerksam und leitete daraufhin eine Suspendierung des Lehrers ein.
Vorwürfe im Detail
Mit Unterstützung von Schulpsychologen wurden sieben Kinder befragt. Die Bildungsdirektion erklärte, man habe sich daraufhin ein klares Bild verschaffen können und entschieden, die Staatsanwaltschaft einzuschalten.
Derzeit prüft die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt rechtlich und führt weitere Ermittlungen durch. Bislang haben sich zehn Personen beim Kinderschutzzentrum gemeldet, die mit dem Fall in Verbindung stehen.
Am Freitag fand eine Krisensitzung unter Leitung der zuständigen Stadträtin Andrea Brandner statt. Beteiligt waren neben der Kinder- und Jugendhilfe auch die Polizei und die Bildungsdirektion.
Aktuelle Maßnahmen
Die 'Salzburger Nachrichten' zitieren Mair mit den Worten: 'Der Verdacht hat sich erhärtet, dass es zu unangemessenem Verhalten gekommen ist.' Die genauen Umstände werden derzeit von den Behörden untersucht.
Die betroffene Schule steht unter besonderer Beobachtung. Eltern und Schüler erhalten psychologische Unterstützung, um die Vorfälle aufzuarbeiten.

