Ein 58-jähriger ehemaliger Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfs Salzburg wurde am Mittwoch wegen sexuellen Missbrauchs von zwei unmündigen Mädchen schuldig gesprochen.

Vorwürfe und Prozessverlauf

Der Angeklagte soll sich zwischen 2017 und 2019 mehrfach an zwei Mädchen vergangen haben, die zum Tatzeitpunkt unter 14 Jahre alt waren. Die Staatsanwaltschaft Salzburg warf ihm vor, "geschlechtliche Handlungen in Form wiederholter Berührungen im Brust- und Schambereich" vorgenommen zu haben. Zudem soll er die Mädchen bedroht haben: "Er werde sonst etwas mit ihr machen oder sie umbringen, wenn sie etwas sagt", zitierte der Staatsanwalt aus der Anklage.

Die Vorwürfe kamen erst 2024 ans Licht, als eines der Mädchen einer späteren Betreuerin von den Übergriffen berichtete. "Sie hat gesagt, das ist über ein Jahr gegangen, dass sie es mehreren Erwachsenen erzählt hat, aber dass ihr keiner geglaubt habe", schilderte die ehemalige Bezugsbetreuerin. Der SOS-Kinderdorf-Verein hatte den Mann bereits 2019 entlassen, nachdem bekannt wurde, dass er ein anderes Mädchen missbraucht hatte.