In der Nacht auf Samstag sind zwei Esel aus dem Lainzer Tiergarten in Wien-Hietzing ausgebüxt und auf die Westeinfahrt gelangt, wo die Polizei eine Fahrspur sperrte und die Tiere mit improvisierten Halftern sicherte.

Was geschah in der Nacht auf Samstag?

Auf der Westeinfahrt in Wien-Hietzing irrten zwei ausgebüxte Esel auf der Straße herum. Autolenker hatten die Polizei verständigt, nachdem sich die Tiere auf die Fahrbahn verirrt hatten. Es kam zu gefährlichen Szenen mit Verkehrsteilnehmern.

Beamte der Stadtpolizeikommanden Meidling und Fünfhaus sperrten umgehend die rechte Fahrspur, um die Tiere und die übrigen Verkehrsteilnehmer zu schützen. Die Hofjagdstraße, die in diesem Abschnitt zur Westeinfahrt gehört, war damit für den Verkehr in der Nacht auf Samstag teilweise blockiert.

Einsatz der Polizei: Gürtel als Nothalfter

Die Beamtinnen und Beamten funktionierten ihre Gürtel zu Nothalftern um und sicherten die Esel. Sie funktionierten ihre Gürtel der Dienstuniform zu Nothalftern um, legten sie den Tieren um und sicherten so die Esel. Mit dieser improvisierten Ausrüstung gelang es den Polizistinnen und Polizisten, die Tiere unter Kontrolle zu bringen, ohne sie zu verletzen.

Diese waren aus einem Gehege im Lainzer Tiergarten entwischt. Wie genau sie aus dem mit einer Mauer umgebenen Tiergarten entkommen sind, ist unklar. Der Lainzer Tiergarten ist ein weitläufiges, von einer Mauer umgebenes Naturschutzgebiet am Westrand Wiens, in dem unter anderem Wildtiere gehalten werden.

Unklarer Fluchtweg aus dem Tiergarten

Weder Mensch noch Tier wurden verletzt, berichtete die Polizei. Sie wurden von ihrer Besitzerin in einem Anhänger zurückgebracht. Damit fand der nächtliche Ausflug der beiden Esel ein glückliches Ende, wie die Polizei zusammenfasste.

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.30 Uhr in der Nacht auf Samstag. Zu diesem Zeitpunkt war die Westeinfahrt, eine der wichtigsten Zufahrtsstraßen in den Westen Wiens, nur eingeschränkt befahrbar.

Die Polizei Wien sprach von einem tierischen Einsatz, bei dem die Beamten rasch und besonnen reagiert hätten. Die Sperre der rechten Fahrspur habe zudem verhindert, dass Autos in die Tiere hineinfuhren oder die Esel durch unkontrollierte Ausweichmanöver weiter auf die Fahrbahn gerieten.

Glückliches Ende für Mensch und Tier

Wie genau die beiden Esel aus dem ummauerten Gehege fliehen konnten, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die Polizei schloss nicht aus, dass ein Tor oder eine sonstige Öffnung nicht ordnungsgemäß verschlossen war.

Die Besitzerin der Tiere holte die Esel schließlich mit einem Anhänger ab und transportierte sie zurück in das Gehege im Lainzer Tiergarten. Damit war der Einsatz für die Polizei nach wenigen Stunden beendet.

Die Westeinfahrt verbindet den inneren Westen Wiens mit der Westautobahn (A1) und ist eine viel befahrene Strecke. Auch wenn der Verkehr in der Nacht geringer ist, kam es durch den Einsatz zu kurzfristigen Behinderungen.

Folgen und Reaktionen

Die Polizei bedankte sich bei den aufmerksamen Autofahrerinnen und Autofahrern, die den Vorfall gemeldet hatten. Ihr schneller Hinweis habe dazu beigetragen, dass die Beamten rechtzeitig eingreifen konnten.

Der Lainzer Tiergarten, in dem die Esel gehalten werden, ist ein beliebtes Ausflugsziel am Stadtrand von Wien. Neben Eseln leben dort unter anderem Wildschweine, Hirsche und andere Wildtiere in weitläufigen Gehegen.

Die Polizei kündigte an, den Vorfall zum Anlass zu nehmen, die Sicherheitsvorkehrungen rund um das betroffene Gehege zu überprüfen. Ziel sei es, ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.

Hintergrund: Der Lainzer Tiergarten

Der Fall erinnert an ähnliche Vorfälle in anderen Städten, in denen Nutztiere oder Wildtiere kurzzeitig auf Straßen unterwegs waren. In Wien ist es selten, dass Esel aus dem Lainzer Tiergarten entkommen.

Insgesamt zeigt der Vorfall, wie wichtig schnelle Hinweise aus der Bevölkerung für die Polizei sind. Die Autofahrerinnen und Autofahrer, die in der Nacht auf Samstag die Polizei riefen, haben damit wesentlich zur sicheren Beendigung des Einsatzes beigetragen.

Die APA berichtete am 11. Juli 2026 über den Vorfall. Die Polizei Wien bestätigte die Angaben gegenüber der APA.