Die IG Metall hat am Dienstag in Ingolstadt vor einem Warnstreik bei Audi gewarnt und eine belastbare Zukunftsperspektive für die Werke Ingolstadt und Neckarsulm gefordert.

Karola Frank, Vertrauenskörperleiterin der IG Metall bei Audi, kritisierte auf einer Betriebsversammlung die sinkenden Absatzzahlen und die Arbeitgeberposition in der laufenden Tarifrunde. Sie bemängelte, dass die Unternehmensleitung die wirtschaftliche Lage als Argument für ein schwaches Angebot nutze, statt die Zukunft der deutschen Standorte zu sichern.

Frank erklärte: "Die Führungsetage zieht die Schlechtwetterklausel, weil sie es nicht schaffen, unsere Autos zu vermarkten und zu verkaufen." Die Gewerkschaft verlangt damit nicht nur höhere Entgelte, sondern auch eine verlässliche Perspektive für die Beschäftigten an beiden deutschen Werken.