Argentinien hat das WM-Finale in East Rutherford gegen Spanien mit 0:1 nach Verlängerung verloren und ist damit am erneuten Titel gescheitert, wobei Kapitän Lionel Messi nach dem Spiel in Tränen ausbrach.

Argentinien hat das Endspiel der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko verloren. Im Stadion von East Rutherford unterlag die "Albiceleste" nach einer starken Leistung Spaniens mit 0:1 nach Verlängerung. Damit endet das Turnier für Messi und sein Team mit einer "verdienten 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen den neuen Weltmeister Spanien".

Der argentinische Superstar weinte nach dem verlorenen WM-Endspiel bitterlich. Messi saß "völlig desillusioniert auf dem Rasen", als ihn der spanische Youngster Lamine Yamal tröstend in den Arm nahm. Das WM-Finale war "Messis 207. Länderspiel" – und möglicherweise sein letzter großer Auftritt im Trikot der Nationalmannschaft.

Scaloni verteidigt Messi und bricht in Tränen aus

Argentiniens Lionel Scaloni zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel emotional aufgelöst und "brach er die Pressekonferenz selbst unter Tränen ab". Zugleich richtete er warme Worte an seinen Kapitän: "Er ist der beste Spieler, der je den Rasen betreten hat", sagte der 48-Jährige über Messi, der in seiner Karriere "vor allem in den vielen Jahren beim FC Barcelona" Geschichte geschrieben hatte.

Trotz der Finalniederlage blickt Messi auf eine außergewöhnliche Bilanz mit Argentinien zurück. Er erzielte für die Nationalmannschaft 125 Tore und war auch beim Turnier in den USA mit acht Treffern und vier Vorlagen einer der prägenden Spieler. "Die Erfolge bei der Copa América 2021 und 2024 kommen auch noch dazu", erinnert sein Umfeld – ganz zu schweigen von "ihrem Triumph von Katar vor vier Jahren".

Bewegende Reaktionen aus Verband und Familie

Der argentinische Fußballverband reagierte unmittelbar nach dem Spiel mit bewegenden Worten. Claudio Tapia schrieb auf Social Media: "Du bist unsterblich, Leo. Du bist ein Gigant. Du hast unser Land zum glücklichsten der Welt gemacht." Zudem dankte der Verband Messi "für die 'Magie' und 'dafür, dass du bis zur allerletzten Sekunde alles gegeben hast'".

Auch aus Messis Familie kamen emotionale Reaktionen. Sein ältester Sohn Thiago – "der älteste von Messis drei Söhnen" – wandte sich über Instagram an seinen Vater und erklärte, dass Messi für ihn der beste Spieler aller Zeiten sei. "Wir lieben dich, Leo", schrieb Thiago.

Déjà-vu in East Rutherford – und ein Foto von 2007

Die Niederlage weckt Erinnerungen an eine schmerzhafte Szene aus Messis Vergangenheit. Bereits "2016 war Messi schon einmal aus dem Nationalteam zurückgetreten. Nach der bitteren Niederlage im Elfmeterschießen im Finale der Copa América gegen Chile." Auch jene Partie fand "In East Rutherford. Im Final-Stadion dieser WM" statt. Damals kehrte Messi nach wenigen Wochen zurück.

Die Ausgangslage für eine mögliche Rückkehr erscheint jedoch komplizierter als 2016. Messi bestritt sechs Weltmeisterschaften, und "während der nächsten WM 2030 würde der Ballzauberer immerhin schon 43 Jahre alt" sein. Unmittelbar nach dem Spiel blieb offen, ob der 39-Jährige seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen wird.

Während Argentinien mit Blick auf die Abhängigkeit vom Starensemble vor großen Herausforderungen steht, blickt der Gegner in eine glänzende Zukunft. Yamal, der jetzt schon Welt- und Europameister ist, umarmte Messi auf dem Platz – ein Bild, das den Generationenwechsel im Weltfußball symbolisierte. Für Argentinien dagegen wird die Suche nach einer Ära nach Messi zur dringendsten Aufgabe.

Generationenwechsel: Yamal umarmt den Rivalen

Vor knapp 19 Jahren war ein legendäres Foto von Messi und Yamal entstanden – der eine schon Profi, der andere noch ein Baby, gemeinsam an einer kleinen Badewanne. Aus jenem Bild ist inzwischen Realität geworden: Yamal triumphierte auf Augenhöhe mit seinem einstigen Badepartner, während Messi die Bühne möglicherweise zum letzten Mal als Nationalspieler betrat.

Der Vergleich mit früheren argentinischen Fußball-Legenden drängt sich auf. "Die 2020 gestorbene argentinische Fußball-Legende Diego Maradona" hatte das Land einst zum WM-Titel 1986 geführt – ein Mythos, an dem sich Messi messen lassen muss. Der aktuelle Schmerz über das verlorene Finale mischt sich daher mit der Frage, was von Messis Vermächtnis im Nationaldress bleiben wird.