Berlin, 24 August 2026
Der Zellbiologe Andreas Scheu hat die Fähigkeit der Wissenschaft zur Selbstkorrektur als Ausdruck ihrer Stärke hervorgehoben und zugleich vor populären Ländervergleichen gewarnt.
Im Gespräch verwies Scheu darauf, dass wissenschaftliche Erkenntnisse vorläufig seien und sich laufend veränderten. Diese Dynamik sei kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Merkmal funktionierender Forschung. „Das ist das, was die Wissenschaft ausmacht – permanent ihre Irrtümer zu korrigieren“, sagte er.
Scheu äußerte sich zudem zum Wissenschaftsvertrauen in der Bevölkerung. Dabei teilt er bestehende Skepsis gegenüber Wissenschaft nicht und verweist auf die jährlichen Umfrageergebnisse des ÖAW-Wissenschaftsbarometers, „die ein gutes Wissenschaftsvertrauen in Österreich belegen“: „Es gibt aber eine bestimmte, anteilig kleinere Bevölkerungsgruppe, die sehr stabil skeptisch bis sogar misstrauisch ist, und die sollte man auch gut im Blick haben.“
