St. Kanzian, 22 Juli 2026

In St. Kanzian am Klopeiner See ist am Dienstag im Laderaum eines Müllfahrzeugs ein Brand ausgebrochen, wobei als Ursache eine falsch entsorgte Batterie oder ein Akku angenommen wird.

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag im Gemeindegebiet von St. Kanzian am Klopeiner See. Aus noch ungeklärter Ursache geriet die Ladung in einem Müllfahrzeug in Brand. Die Feuerwehr rückte an, um die Flammen zu löschen und ein Übergreifen auf das Fahrzeug zu verhindern.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte eine falsch entsorgte Batterie oder ein Akku den Brand ausgelöst haben. "Als Auslöser für diesen Vorfall wird eine falsch entsorgte Batterie oder ein Akku angenommen", erklären die Polizisten abschließend. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an, Hinweise auf eine andere Ursache liegen derzeit nicht vor.

Schnelle Reaktion des Lkw-Fahrers

Der Lkw-Fahrer reagierte nach Angaben der Beamten geistesgegenwärtig. "Der LKW-Fahrer lenkte das Müllfahrzeug darauf sofort zu einer nahegelegenen Wiese und entlud es", heißt es vonseiten der Beamten. Durch die rasche Entscheidung konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers auf das Fahrzeug verhindert werden.

Die alarmierten Florianis übernahmen in der Folge die Brandbekämpfung der abgeladenen Müllmenge. Die Einsatzkräfte brachten den Brand unter Kontrolle und löschten die brennende Fraktion auf der Wiese. Personen kamen nach derzeitigem Stand nicht zu Schaden.

Brandursache und laufende Ermittlungen

Der Sachschaden am Fahrzeug und an der Müllpresse wird derzeit beziffert. Angaben zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor. Das betroffene Müllfahrzeug wurde nach dem Vorfall von der Einsatzstelle entfernt, der Betrieb der Abhilfestelle wurde laut den vorliegenden Informationen vorübergehend beeinträchtigt.

Der Einsatzort lag im Bereich Peratschitzen und Stein im Jauntal, beides Ortsteile der Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See. Die nahegelegene Wiese, auf die der Lenker die brennende Ladung ablud, befindet sich in unmittelbarer Nähe der Einsatzstelle. Damit konnte laut Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf das Fahrzeug selbst wirksam verhindert werden.

Die zuständige Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Brandursache und den Verbleib der auslösenden Batterie oder des Akkus zu klären. Fachleute weisen regelmäßig darauf hin, dass Lithium-Akkus in der Müllpresse enorme Gefahren bergen und nicht in den Restmüll gehören.

Gefahr durch Lithium-Akkus im Restmüll

Der Vorfall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Brände ein, die in den vergangenen Jahren immer wieder durch falsch entsorgte Energiespeicher verursacht wurden. Die zuständige Abfallwirtschaft appelliert an die Bevölkerung, Batterien und Akkus ausschließlich über dafür vorgesehene Sammelstellen zu entsorgen.

Die Feuerwehr konnte den Einsatz nach dem Ablöschen der Müllmenge auf der Wiese beenden. Weitere Maßnahmen waren nach Angaben der Beamten nicht erforderlich. Der genaue Hergang des Vorfalls ist nun Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.

Für Anwohnerinnen und Anwohner in St. Kanzian am Klopeiner See bestand nach Einschätzung der Einsatzkräfte zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr. Die Räumarbeiten an der Einsatzstelle verliefen ohne Komplikationen, der reguläre Entsorgungsbetrieb soll laut den vorliegenden Informationen in Kürze wieder aufgenommen werden.

Die Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See liegt im Bezirk Völkermarkt in Kärnten. Müllfahrzeuge der regionalen Entsorgungsbetriebe sind dort täglich im Einsatz, um Haushaltsabfälle aus den Ortsteilen Peratschitzen und Stein im Jauntal abzutransportieren. Der Vorfall am Dienstag zeigt nach Einschätzung von Einsatzkräften erneut, wie wichtig die korrekte Trennung von Problemstoffen ist.