Acht Spieler der tunesischen Fußballnationalmannschaft sind bei Dopingproben im Umfeld der Fußballweltmeisterschaft positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet worden, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Wie die britische Zeitung "Times" und weitere internationale Medien berichten, wurden acht Spieler der tunesischen Mannschaft positiv auf Clenbuterol getestet. Bei der Substanz handelt es sich um ein anaboles Steroid, das auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur steht und zur Gruppe der leistungssteigernden Mittel gehört. Eine offizielle Stellungnahme des tunesischen Verbandes lag zunächst nicht vor.

Das tunesische Team ist nach der Gruppenphase aus dem Turnier ausgeschieden. Dennoch haben die positiven Befunde internationale Aufmerksamkeit erregt, weil sie den Ablauf einer Weltmeisterschaft überschatten. Clenbuterol wird in der Tiermast eingesetzt, kann aber auch bei Sportlern zu unerlaubten Effekten führen. Zwar weisen Fachleute darauf hin, dass die leistungssteigernde Wirkung begrenzt ist, der Nachweis im Körper eines Athleten ist jedoch nach den Anti-Doping-Regeln eindeutig zu ahnden.