Vertreter mehrerer Bundesländer und Schulkinder haben am Freitag rund 50.000 Maifischlarven im Rhein in Wiesbaden-Biebrich ausgesetzt, um die Wiederansiedlung der bedrohten Wanderfischart zu unterstützen.

An der Freilassungsaktion beteiligten sich Regierungsvertreter aus Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) nahm persönlich an dem Termin am Rheinufer teil.

Auch zwei Schulklassen aus Wiesbaden halfen aktiv mit, die winzigen, nur wenige Zentimeter großen Fischlarven behutsam in das Wasser zu setzen. Die Beteiligung der Kinder soll das Bewusstsein für den Naturschutz schärfen.

Die Aktion ist Teil eines umfassenden länderübergreifenden Projekts, in dessen Rahmen insgesamt rund 700.000 Larven in den Rhein entlassen werden sollen. Ziel ist es, den Maifisch, der früher in Westeuropa weit verbreitet war, wieder dauerhaft im Flusssystem anzusiedeln.