31-Jährige stirbt nach Unglück auf der Traun: Stand-up-Paddel-Tour endet in der Nacht tödlich
Wels, 27. Juli 2026
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Kurzfassung
Eine 31-jährige Oberösterreicherin ist nach einem Unfall auf der Traun bei Wels ums Leben gekommen. Die Frau war in der Nacht auf Sonntag mit ihrem 38-jährigen Begleiter auf Stand-up-Paddleboards unterwegs und wurde am Morgen im Klinikum Wels für tot erklärt.
Eine 31-jährige Frau aus Wels ist in der Nacht auf Sonntag bei einem Stand-up-Paddel-Ausflug auf der Traun tödlich verunglückt, wie die Polizei mitteilte.
Die junge Frau war nach Angaben der Ermittler in der Nacht mit ihrem 38-jährigen Lebensgefährten aus St. Marienkirchen an der Polsenz im Bezirk Eferding auf Stand-up-Paddleboards auf der Traun unterwegs. Ziel der beiden war der Traunspitz, wenige Kilometer von Wels entfernt, wo sie die Nacht verbringen wollten. Auf dem Fluss kam es schließlich zu dem Unglück, das für die Frau tödlich endete.
Die Einsatzkräfte wurden am frühen Sonntagmorgen alarmiert. Wie die Polizei mitteilte, schilderte der 38-jährige Begleiter der Frau, dass seine Partnerin gegen 4.30 Uhr plötzlich geschrien habe. Anschließend sei sie im Wasser verschwunden. Der Mann habe unverzüglich begonnen, nach der Vermissten zu suchen, und auch Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei rückten aus, um die Frau zu finden.
Ablauf der Unglücksnacht
Die Frau wurde schließlich gegen 5.20 Uhr im Wasser treibend entdeckt, wie die Polizei weiter berichtete. Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen die 31-Jährige mit einem Boot und begannen umgehend mit Reanimationsmaßnahmen. Die Schwerverletzte wurde in der Folge in das Klinikum Wels transportiert, wo sie am Morgen ihren Verletzungen erlag.
Die Todesursache ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Die Staatsanwaltschaft Wels hat eine Obduktion angeordnet, um die genauen Umstände des Vorfalls zu ermitteln. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen handelt es sich um einen tragischen Badeunfall, dessen Hergang noch rekonstruiert werden muss.
Zum Ablauf der Tour berichtete der Begleiter der Verstorbenen, dass es während der Fahrt flussaufwärts zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden gekommen sei. In der Folge hätten sie sich entschieden, wieder zurückzufahren. Wie es im Anschluss an diese Wende zu dem Unglück kam, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Geplanter Tourenverlauf
Die Tote stammte nach Angaben der Polizei aus Wels und war in Oberösterreich wohnhaft. Ihr 38-jähriger Begleiter blieb nach derzeitigem Kenntnisstand unverletzt. Beide hatten geplant, an der Mündung des Thalbachs in die Traun zu übernachten.
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren in den frühen Morgenstunden im Großeinsatz, um die Vermisste zu finden und zu bergen. Die Suche nach der Frau gestaltete sich im Dunkeln und im fließenden Wasser der Traun schwierig. Erst der Einsatz eines Feuerwehrbootes führte schließlich zum Auffinden der 31-Jährigen.
Die Nachricht von dem Unglück löste in der Region Betroffenheit aus. Die Traun ist im Bereich Wels auch bei Nacht ein viel befahrenes Gewässer, an dessen Ufern viele Sportlerinnen und Sportler unterwegs sind. Insbesondere Stand-up-Paddeln hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Freizeitaktivität auf dem Fluss entwickelt.
Einsatz der Rettungskräfte
Die Polizei wies darauf hin, dass die Ermittlungen zur genauen Unfallursache andauern. Weder ein Fremdverschulden noch ein strafrechtlich relevantes Verhalten Dritter würden nach derzeitigem Stand angenommen. Im Zentrum stehe die Frage, warum die junge Frau ins Wasser geriet und wie die Rettungsmaßnahmen abliefen.
Die Staatsanwaltschaft Wels kündigte an, die Ergebnisse der Obduktion sowie weiterer Ermittlungen abzuwarten, bevor eine abschließende Bewertung des Vorfalls erfolgen könne. Erst danach werde sich beurteilen lassen, ob und welche Konsequenzen aus dem Unglück gezogen werden müssten.
Die beiden Paddler hatten sich nach Informationen der Polizei an einem Punkt zur Umkehr entschlossen, der sich flussabwärts des ursprünglichen Ziels am Traunspitz befand. An dieser Stelle mündet der Thalbach in die Traun. Wie die Strömung an dieser Flussstelle beschaffen ist und welche Faktoren beim Unfall eine Rolle spielten, ist Teil der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.
Bisherige Ermittlungsergebnisse
Der Fall erinnert an frühere Unglücke auf oberösterreichischen Gewässern, bei denen Wassersportlerinnen und Wassersportler nach Stürzen ins Wasser in Not gerieten. Besonders nachts steigen die Risiken beim SUP, da die Orientierung erschwert ist und die Reaktionszeit im Falle eines Sturzes sinkt.
Die Polizei nutzte bis in die Morgenstunden Hubschrauber und Boote, um das Gewässer weiträumig abzusuchen. Dabei kamen auch Wärmebildkameras zum Einsatz, um die Frau im Wasser aufzuspüren. Die geborgene Oberösterreicherin wurde nach erfolgter Reanimation auf dem schnellsten Weg in das Klinikum Wels gebracht.
Die Klinik bestätigte am Vormittag den Tod der Patientin. Die Angehörigen wurden von der Polizei und einem Kriseninterventionsteam betreut. Auch der überlebende Begleiter der Frau wurde noch in der Nacht medizinisch und psychologisch versorgt.
Die Behörden baten darum, von Spekulationen über die Unfallursache abzusehen, solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind. Die laufenden Erhebungen der Staatsanwaltschaft Wels und des Landeskriminalamts Oberösterreich sollen den genauen Hergang des Geschehens klären.
Sicherheitshinweise der Verbände
Die Traun führt im Bereich Wels ganzjährig Wasser, das durch Kraftwerke und Zuflüsse eine teils kräftige Strömung aufweisen kann. Auch wenn das Gewässer auf den ersten Blick harmlos wirkt, bergen Niedrigtemperatur, Strömung und reduzierte Sicht bei Dunkelheit erhebliche Gefahren, auf die erfahrene Wassersportler routinemäßig hinweisen.
Die zuständige Bezirkspolizei Wels nimmt weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung entgegen, die zur Aufklärung des Unfalls beitragen könnten. Personen, die in der Nacht auf Sonntag im Bereich der Traun Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Die Bestattung und die weiteren Schritte für die Angehörigen der Verstorbenen werden nach Angaben des Kriseninterventionsteams in den kommenden Tagen organisiert. Die Trauerhalle des Bestattungsunternehmens wurde bereits informiert, um die notwendigen Vorbereitungen zu treffen.
Weiteres Vorgehen der Behörden
Der tragische Vorfall verdeutlicht die Risiken von Stand-up-Paddel-Touren bei Nacht und unter schwierigen Bedingungen. Fachverbände raten Wassersportlern, Touren grundsätzlich nur bei Tageslicht und in Begleitung erfahrener Personen sowie mit Schwimmweste und geeigneter Sicherheitsausrüstung durchzuführen.
Mit der Veröffentlichung des Obduktionsergebnisses und des Abschlussberichts der Staatsanwaltschaft Wels wird in den nächsten Wochen gerechnet. Erst dann wird die Polizei eine detailliertere Stellungnahme zum Hergang des Unfalls abgeben können.
Fragen & Antworten
Wer war die Verstorbene und woher stammte sie?
Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 31-jährige Frau, die aus Wels stammte und in Oberösterreich wohnhaft war.
Was war das Ziel der Stand-up-Paddel-Tour?
Die Frau und ihr 38-jähriger Begleiter aus St. Marienkirchen an der Polsenz wollten zum Traunspitz paddeln und dort an der Mündung des Thalbachs in die Traun übernachten.
Wie konnte die Frau geborgen werden und woran starb sie?
Die Frau wurde gegen 5.20 Uhr im Wasser treibend entdeckt, von einem Feuerwehrboot geborgen und reanimiert. Sie erlag am Morgen im Klinikum Wels ihren Verletzungen; die genaue Todesursache wird durch eine von der Staatsanwaltschaft Wels angeordnete Obduktion geklärt.
Tod nach SUP-Tour auf der Traun: Frau stirbt in Wels | nachrichten360