Norwegen gedenkt am 22. Juli 2026 der Anschläge von 2011, bei denen Rechtsterrorist Anders Behring Breivik 77 Menschen tötete, während Überlebende und Hinterbliebene vor wachsender rechtsextremer Gefahr warnen.

Die Anschläge vom 22. Juli 2011 zählen zu den schlimmsten Gewalttaten der norwegischen Nachkriegszeit. Damals zündete der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik eine Autobombe im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt, tötete dort acht Menschen und fuhr anschließend auf die Insel Utøya, wo er sich als Polizist ausgab und das Feuer auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eröffnete.

69 Menschen, darunter vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, kamen auf der Insel ums Leben, sodass sich die Gesamtzahl der Toten auf 77 erhöhte. Während Polizei und Rettungskräfte auf den Anschlag in Oslo konzentriert waren, nutzte Breivik die Lage und gelangte ungehindert per Fähre nach Utøya.