In Österreich tragen derzeit 381 Personen eine elektronische Fußfessel, die seit ihrer Einführung vor 15 Jahren als Alternative zur Haft genutzt wird.
Der elektronisch überwachte Hausarrest (eüH) ist in Österreich seit September 2010 eine Alternative zur herkömmlichen Haft. Die Kosten liegen bei etwa 45 Euro pro Tag, während ein Tag im Gefängnis rund 183 Euro kostet, wie David Klingbacher, Leiter der Abteilung 'Vollzug und Betreuung', erklärt.
Die Rückfallquote bei elektronisch überwachtem Hausarrest liegt bei 10 Prozent, verglichen mit 20 Prozent bei traditioneller Haft. Dina Nachbaur, Geschäftsführerin des Vereins Neustart, betont die Vorteile: 'Obwohl die Freiheit eingeschränkt ist, verlieren die Inhaftierten im Hausarrest nicht alles, was ihr Leben ausmacht: soziale Kontakte und Arbeitsstelle bleiben erhalten.'
Voraussetzungen für den eüH sind eine Wohnung, ein gesichertes Einkommen, Sozialversicherung und die Zustimmung aller Haushaltsmitglieder. Die Strafe darf maximal zwei Jahre betragen oder bei längeren Haftstrafen nur noch bis zu zwei Jahre Resthaftzeit.

