Chronologischer Verlauf der Berichterstattung zu dieser Geschichte.
Story-Updates
Chronologische Versionen unseres Artikels, mit den seit der vorherigen Fassung neu hinzugekommenen Fakten.
22. Mai 2026, 15:21 · Aktuelle Fassung
Unis protestieren gegen Budgetkürzungen: 2,5 Milliarden Euro weniger für Hochschulen
Neu in dieser Fassung
"Wir werden das nicht hinnehmen und kämpfen.
Wie berichtet soll es im nächsten Dreijahresbudget (2028 bis 2030) für die 22 öffentlichen Unis insgesamt 15,5 Milliarden Euro geben, in der aktuellen Leistungsvereinbarungsperiode sind es noch 16,5 Milliarden.
Stellt man in Rechnung, dass die Rektoren zuletzt noch ein nötiges Plus von 1,5 Milliarden auf Basis der Wifo-Prognosen veranschlagt hatten, kommt man gar auf eine Kürzung von 2,5 Milliarden Euro.
"Das ist ein Minus von knapp 14 Prozent", rechnet Brigitte Hütter, Präsidentin des Universitätenkonferenz-Dachverbandes uniko vor.
Unser Anteil am Gesamtbudget liegt bei lediglich vier Prozent, insofern ist ein derartiger Einschnitt nicht nachvollziehbar." Hütter spricht von einem "Offenbarungseid für den Stellenwert der Wissenschaft und Forschung.
Uns wurde expressis verbis gesagt, dass diese Bereiche kein Schwerpunkt für die Regierung sind".
Hütter spricht von gravierenden Auswirkungen für den Uni-Betrieb: "Wir können 10.000 Stellen nicht mehr nachbesetzen, das bedeutet eine Kürzung des Personals um ein Fünftel." Die Folgen: Der Betreuungsschlüssel an den Unis würde sich wieder verschlechtern, die Studiendauer werde länger.
"Geht an die Substanz" "Das ist nicht Kosmetik, da geht es an die Substanz", sagt Sebastian Schütze, Rektor der Uni Wien.
"Es geht um radikalen Personalabbau auf allen Ebenen.
All das bedeutet einen gigantischen Reputationsschaden." Und das, nachdem sich die heimischen Hochschulen im internationalen Vergleich zuletzt stark verbessert hätten.
Für Schütze gehe die Regierung in die völlig verkehrte Richtung: "Die EU-Kommission verdoppelt Forschungsausgaben, wir kürzen sie.
Die Unis sollen vielmehr Teil des Konjunkturpakets sein." "Wir haben zum Sparpaket mit unterproportionalen Gehaltsabschlüssen schon beigetragen", sagt auch Jens Schneider, Rektor der TU Wien.
"Mit den nun geplanten Maßnahmen werden Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit massiv gefährdet." Er streicht die Bedeutung der heimischen Hochschulen hervor: "Fast 80 Prozent der Patente aus Forschung kommen aus Universitäten." Schneider erwarte sich ein "Nachsteuern der Regierung", schließlich gehe es auch um Generationengerechtigkeit.
"Das AKH Wien etwa trägt für ein Drittel der Versorgungsleistung der Stadt die Verantwortung." Scharf ins Gericht geht Hütter mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).
"Sie betont immer wieder, dass Österreich ein guter Hafen für internationale Forscher ist.
Wenn das Sparpaket kommt, ist es das nicht einmal mehr für heimische Forscher." Die geplanten Proteste gemeinsam mit Hochschülerschaft und Gewerkschaft sind nicht die einzigen Schritte, die die Unis jetzt setzen.
"Wir steigen aus dem Hochschulprozess mit der Ministerin mit sofortiger Wirkung aus", kündigt Hütter an.
"Wenn die Universitäten rückgebaut werden, braucht man nicht über deren Weiterentwicklung sprechen."
Rund eine Milliarde Euro weniger sollen die Universitäten bei den kommenden Leistungsvereinbarungen – dem Dreijahresbudget für die 22 öffentlichen Unis, das sie mit dem Wissenschaftsministerium ausverhandeln – erhalten.
Konkret wären das 15,5 Milliarden anstatt der 16,5 Milliarden Euro, die sie in der aktuellen Periode, die noch bis Ende 2027 läuft, budgetiert haben.
Dabei wollten die Universitäten eigentlich mehr: Mit 18 Milliarden haben sie ihren Finanzbedarf für die Jahre 2028 bis 2030 beziffert.
"Uns fehlen 2,5 Milliarden Euro bis 2030, das ist eine Kürzung von rund 14 Prozent", sagt Hütter.
Die Einsparungen seien in ihrer Dimension "beispiellos", findet die Rektorenchefin, die selbst die Kunstuniversität Linz leitet.
Wir werden für all unsere Bereiche kämpfen." Jahrelanger Schaden Zwar sei "nachvollziehbar, dass wir alle sparen müssen", allerdings mache das Wissenschaftsbudget nur vier Prozent des gesamtstaatlichen Budgets aus, betonte Hütter.
Die Einsparungen seien ein "Offenbarungseid der Politik und ein Supergau – das ist ein Schaden, den wir jetzt verhindern müssen und werden." Die Gelder für die Universitäten seien "Investitionen in die Zukunft, wenn wir sie jetzt zurückfahren, dann ist das nur über Jahre – wenn überhaupt – aufholbar." Die Regierung habe mit ihrer Ansage einen "Stellenwert für Wissenschaft und Forschung abgesteckt", man habe der Uniko-Präsidentin gesagt, dass diese Themen kein Schwerpunkt von Schwarz-Rot-Pink seien.
Die einzige Zahl, die wir kennen, sind diese 15,5 Milliarden." Aus Protest steigen die Universitäten "ab sofort" aus dem Prozess für eine neue Hochschulstrategie des Ministeriums aus, dort soll eine Vision für Österreichs Hochschulen bis zum Jahr 2040 erarbeitet werden.
Dabei könne man bis 2030 die Unis nicht finanzieren.
Demos und Drohungen Die Unis sehen sich am "Beginn eines Kampfes", dieser werde an der Seite der Hochschülerschaft und der Gewerkschaft ausgetragen – auch auf der Straße: Am nächsten Mittwoch, dem 27.
"Es ist Feuer am Dach." Eine Drohung der Rektorate wird die Hochschülerinnenschaft wohl nicht unterstützen: Wenn das Budget fehle, müsse man künftig über Studiengebühren nachdenken, meint Hütter.
Für Hütter wiederum ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen: "Die Gespräche werden dann auch nicht mit der Frau Ministerin allein geführt.
Wir wollen keine Studiengebühren, aber wenn uns so ein großer Teil des Budgets gekürzt wird, muss man über alles nachdenken", sagt Hütter.
Durch das geplante Budgetminus müssten die Unis 10.000 Vollzeitstellen einsparen – "ein Fünftel unserer Kolleginnen und Kollegen", sagt Hüttner.
Dadurch würde sich auch das Betreuungsverhältnis für die 270.000 Studierenden deutlich verschlechtern, was zu längeren Studienzeiten und einer Verschärfung des Fachkräftemangels führen würde.
Zuletzt gingen die Rektorinnen und Rektoren im Jahr 2022 auf die Barrikaden.
Den Hochschulen fehlten 1,2 Milliarden Euro nach dem Ausbruch des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit gestiegenen Energiekosten.
"Wir haben uns grob mit der Rücklagensituation beschäftigt, seit wir diese Woche Zahlen bekommen haben, und der wirklich überwiegende Teil der Rücklagen sind Drittmittel, die wir einwerben und dann für Projekte über längere Laufzeiten ausgeben", sagt Hütter: "Das sind zweckgebundene Gelder, die können wir nicht einfach statt eines Bundesbudgets ausgeben." Als würde man Uni Wien einsparen Auch der Rektor der Universität Wien kann die Sparmaßnahmen nicht nachvollziehen.
"Bei 5,1 Milliarden, die im Budget hin- und hergeschoben werden, sind 2,5 Milliarden Euro, die von den Unis genommen werden, mehr als unverhältnismäßig", sagt er.
Zum Vergleich: "Das Budget der Universität Wien ohne Drittmittel beträgt 2,3 Milliarden Euro in drei Jahren.
Das ist, als würde man einfach die Uni Wien einsparen." Dabei hätten die Unis schon jetzt Gehaltsabschlüsse, die "deutlich unter der Inflation liegen".
Es gebe zudem ein "großes Missverständnis", findet Schütze: nämlich, dass die Hochschulen bei den Zukunftsinvestitionen und Konjunkturmaßnahmen nicht vorkommen.
Wirtschaft und Spitäler So kämen etwa 80 Prozent der Patente und der wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen von den Universitäten, betont Jens Schneider, Rektor der Technischen Uni Wien.
Und ohne den technischen Nachwuchs aus den Unis trockne "die Forschungspipeline aus".
Und: "Wir sitzen auch hier für die Wirtschaft", sagt Schneider.
Diese würden "das Rückgrat des österreichischen Gesundheitssystems darstellen".
Auch der Großteil der Medizinabsolventen und 40 Prozent der Fachärztinnen und Fachärzte werde dort ausgebildet.
Fix sei zwar, dass Holzleitners Ministerium 2027 23 Mio.
Wie das nächste dreijährige Unibudget (2028 bis 2030) aussieht, wird laut Holzleitner nun erst nach einer Regierungsklausur im Herbst festgelegt.
Zuletzt hatte die Universitätenkonferenz (uniko) vor einer Kürzung von einer Milliarde Euro über den Zeitraum 2028 bis 2030 gewarnt.
Holzleitner strebt Wachstum an "Ich werde aber alles tun, damit sich für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2028–30 eine Stärkung ergibt." Ihr Ziel sei ein nominelles Anwachsen der Unimittel.
Im kommenden Doppelbudget wird für 2028 aber erst einmal die derzeitige Summe für die Uni fortgeschrieben.
Ministerin nennt mögliche Stellschrauben Wie das Unibudget 2028 bis 2030 dann wirklich aussieht, wird erst am 31.
So könnte etwa die Lohnnebenkostensenkung den Unis im Doppelbudget 30 Mio.
Euro einbringen oder Baukostenzuschüsse der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) 60 Mio.
Überschneidung der Perioden Die Schwierigkeiten bei der Budgetdarstellung ergeben sich vor allem daraus, dass demnächst zwar ein Doppelbudget für 2027/28 vorgelegt wird.
Die gesetzlich festgelegten Unibudgets laufen aber immer über drei Jahre und umfassen die Perioden 2025 bis 2027 bzw.
Das kommende Doppelbudget muss also zum Teil die kommende Periode abdecken – gleichzeitig muss das konkrete Budget für 2028 bis 2030 laut Gesetz aber erst Ende Oktober stehen.
22. Mai 2026, 15:14
Universitäten warnen vor Milliarden-Kürzungen: "Es geht an die Substanz"
Neu in dieser Fassung
"Wir werden das nicht hinnehmen und kämpfen.
Wie berichtet soll es im nächsten Dreijahresbudget (2028 bis 2030) für die 22 öffentlichen Unis insgesamt 15,5 Milliarden Euro geben, in der aktuellen Leistungsvereinbarungsperiode sind es noch 16,5 Milliarden.
Stellt man in Rechnung, dass die Rektoren zuletzt noch ein nötiges Plus von 1,5 Milliarden auf Basis der Wifo-Prognosen veranschlagt hatten, kommt man gar auf eine Kürzung von 2,5 Milliarden Euro.
"Das ist ein Minus von knapp 14 Prozent", rechnet Brigitte Hütter, Präsidentin des Universitätenkonferenz-Dachverbandes uniko vor.
Unser Anteil am Gesamtbudget liegt bei lediglich vier Prozent, insofern ist ein derartiger Einschnitt nicht nachvollziehbar." Hütter spricht von einem "Offenbarungseid für den Stellenwert der Wissenschaft und Forschung.
Uns wurde expressis verbis gesagt, dass diese Bereiche kein Schwerpunkt für die Regierung sind".
Hütter spricht von gravierenden Auswirkungen für den Uni-Betrieb: "Wir können 10.000 Stellen nicht mehr nachbesetzen, das bedeutet eine Kürzung des Personals um ein Fünftel." Die Folgen: Der Betreuungsschlüssel an den Unis würde sich wieder verschlechtern, die Studiendauer werde länger.
"Geht an die Substanz" "Das ist nicht Kosmetik, da geht es an die Substanz", sagt Sebastian Schütze, Rektor der Uni Wien.
"Es geht um radikalen Personalabbau auf allen Ebenen.
All das bedeutet einen gigantischen Reputationsschaden." Und das, nachdem sich die heimischen Hochschulen im internationalen Vergleich zuletzt stark verbessert hätten.
Für Schütze gehe die Regierung in die völlig verkehrte Richtung: "Die EU-Kommission verdoppelt Forschungsausgaben, wir kürzen sie.
Die Unis sollen vielmehr Teil des Konjunkturpakets sein." "Wir haben zum Sparpaket mit unterproportionalen Gehaltsabschlüssen schon beigetragen", sagt auch Jens Schneider, Rektor der TU Wien.
"Mit den nun geplanten Maßnahmen werden Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit massiv gefährdet." Er streicht die Bedeutung der heimischen Hochschulen hervor: "Fast 80 Prozent der Patente aus Forschung kommen aus Universitäten." Schneider erwarte sich ein "Nachsteuern der Regierung", schließlich gehe es auch um Generationengerechtigkeit.
"Das AKH Wien etwa trägt für ein Drittel der Versorgungsleistung der Stadt die Verantwortung." Scharf ins Gericht geht Hütter mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).
"Sie betont immer wieder, dass Österreich ein guter Hafen für internationale Forscher ist.
Wenn das Sparpaket kommt, ist es das nicht einmal mehr für heimische Forscher." Die geplanten Proteste gemeinsam mit Hochschülerschaft und Gewerkschaft sind nicht die einzigen Schritte, die die Unis jetzt setzen.
22. Mai 2026, 13:00
Budgetkürzungen: Universitäten kündigen Kampf an
Neu in dieser Fassung
"Wir werden das nicht hinnehmen und kämpfen.
Wie berichtet soll es im nächsten Dreijahresbudget (2028 bis 2030) für die 22 öffentlichen Unis insgesamt 15,5 Milliarden Euro geben, in der aktuellen Leistungsvereinbarungsperiode sind es noch 16,5 Milliarden.
Stellt man in Rechnung, dass die Rektoren zuletzt noch ein nötiges Plus von 1,5 Milliarden auf Basis der Wifo-Prognosen veranschlagt hatten, kommt man gar auf eine Kürzung von 2,5 Milliarden Euro.
"Das ist ein Minus von knapp 14 Prozent", rechnet Brigitte Hütter, Präsidentin des Universitätenkonferenz-Dachverbandes uniko vor.
Unser Anteil am Gesamtbudget liegt bei lediglich vier Prozent, insofern ist ein derartiger Einschnitt nicht nachvollziehbar." Hütter spricht von einem "Offenbarungseid für den Stellenwert der Wissenschaft und Forschung.
Uns wurde expressis verbis gesagt, dass diese Bereiche kein Schwerpunkt für die Regierung sind".
Hütter spricht von gravierenden Auswirkungen für den Uni-Betrieb: "Wir können 10.000 Stellen nicht mehr nachbesetzen, das bedeutet eine Kürzung des Personals um ein Fünftel." Die Folgen: Der Betreuungsschlüssel an den Unis würde sich wieder verschlechtern, die Studiendauer werde länger.
"Geht an die Substanz" "Das ist nicht Kosmetik, da geht es an die Substanz", sagt Sebastian Schütze, Rektor der Uni Wien.
"Es geht um radikalen Personalabbau auf allen Ebenen.
All das bedeutet einen gigantischen Reputationsschaden." Und das, nachdem sich die heimischen Hochschulen im internationalen Vergleich zuletzt stark verbessert hätten.
Für Schütze gehe die Regierung in die völlig verkehrte Richtung: "Die EU-Kommission verdoppelt Forschungsausgaben, wir kürzen sie.
Die Unis sollen vielmehr Teil des Konjunkturpakets sein." "Wir haben zum Sparpaket mit unterproportionalen Gehaltsabschlüssen schon beigetragen", sagt auch Jens Schneider, Rektor der TU Wien.
"Mit den nun geplanten Maßnahmen werden Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit massiv gefährdet." Er streicht die Bedeutung der heimischen Hochschulen hervor: "Fast 80 Prozent der Patente aus Forschung kommen aus Universitäten." Schneider erwarte sich ein "Nachsteuern der Regierung", schließlich gehe es auch um Generationengerechtigkeit.
"Das AKH Wien etwa trägt für ein Drittel der Versorgungsleistung der Stadt die Verantwortung." Scharf ins Gericht geht Hütter mit Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).
"Sie betont immer wieder, dass Österreich ein guter Hafen für internationale Forscher ist.
Wenn das Sparpaket kommt, ist es das nicht einmal mehr für heimische Forscher." Die geplanten Proteste gemeinsam mit Hochschülerschaft und Gewerkschaft sind nicht die einzigen Schritte, die die Unis jetzt setzen.
22. Mai 2026, 12:46
Budgetkürzungen an Universitäten: 1 Milliarde Euro weniger für Forschung und Lehre
Diese Fassung ist die Erstveröffentlichung.
21. Mai 2026, 13:35
Budgetpläne: ÖBB-Einsparungen und Uni-Kürzungen sorgen für Aufruhr
Diese Fassung ist die Erstveröffentlichung.
21. Mai 2026, 13:31
Budgetkürzungen bei ÖBB und Universitäten: Regierung plant massive Einsparungen
Diese Fassung ist die Erstveröffentlichung.
21. Mai 2026, 11:54
Budgetpläne: Einsparungen bei ÖBB und Landwirtschaft – Unterinntalbahn droht Verzögerung
Diese Fassung ist die Erstveröffentlichung.
Chronologische Quellenartikel
19. Mai 2026, 11:27Kurier
Massive Einschnitte beim Uni-Budget: Kürzung um eine Milliarde Euro
19. Mai 2026, 12:03Der Standard
Universitäten rüsten sich für Einschnitte beim Budget
20. Mai 2026, 10:04Kurier
Großdemos in ganz Österreich: Aufstand der Unis gegen Sparpaket
20. Mai 2026, 12:23Der Standard
Eine Milliarde weniger Budget: Unis drohen der Regierung und sagen ihr den Kampf an
20. Mai 2026, 20:33Kurier
Budgetstreit um Unis: Hütter spricht von "finanziellem Kollaps"
21. Mai 2026, 06:01Der Standard
Uni-Rektorin Hütter warnt vor Sparkurs und bringt Studiengebühren ins Spiel
21. Mai 2026, 09:28Oberösterreichische Nachrichten
Neues Budget-Papier aufgetaucht: Einsparungen bei ÖBB und Landwirtschaft nachrichten.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.WIEN.
21. Mai 2026, 09:45Kurier
Budgetbegleitgesetz geht in nächsten Tagen in Begutachtung
"Wir steigen aus dem Hochschulprozess mit der Ministerin mit sofortiger Wirkung aus", kündigt Hütter an.
"Wenn die Universitäten rückgebaut werden, braucht man nicht über deren Weiterentwicklung sprechen."
Rund eine Milliarde Euro weniger sollen die Universitäten bei den kommenden Leistungsvereinbarungen – dem Dreijahresbudget für die 22 öffentlichen Unis, das sie mit dem Wissenschaftsministerium ausverhandeln – erhalten.
Konkret wären das 15,5 Milliarden anstatt der 16,5 Milliarden Euro, die sie in der aktuellen Periode, die noch bis Ende 2027 läuft, budgetiert haben.
Dabei wollten die Universitäten eigentlich mehr: Mit 18 Milliarden haben sie ihren Finanzbedarf für die Jahre 2028 bis 2030 beziffert.
"Uns fehlen 2,5 Milliarden Euro bis 2030, das ist eine Kürzung von rund 14 Prozent", sagt Hütter.
Die Einsparungen seien in ihrer Dimension "beispiellos", findet die Rektorenchefin, die selbst die Kunstuniversität Linz leitet.
Wir werden für all unsere Bereiche kämpfen." Jahrelanger Schaden Zwar sei "nachvollziehbar, dass wir alle sparen müssen", allerdings mache das Wissenschaftsbudget nur vier Prozent des gesamtstaatlichen Budgets aus, betonte Hütter.
Die Einsparungen seien ein "Offenbarungseid der Politik und ein Supergau – das ist ein Schaden, den wir jetzt verhindern müssen und werden." Die Gelder für die Universitäten seien "Investitionen in die Zukunft, wenn wir sie jetzt zurückfahren, dann ist das nur über Jahre – wenn überhaupt – aufholbar." Die Regierung habe mit ihrer Ansage einen "Stellenwert für Wissenschaft und Forschung abgesteckt", man habe der Uniko-Präsidentin gesagt, dass diese Themen kein Schwerpunkt von Schwarz-Rot-Pink seien.
Die einzige Zahl, die wir kennen, sind diese 15,5 Milliarden." Aus Protest steigen die Universitäten "ab sofort" aus dem Prozess für eine neue Hochschulstrategie des Ministeriums aus, dort soll eine Vision für Österreichs Hochschulen bis zum Jahr 2040 erarbeitet werden.
Dabei könne man bis 2030 die Unis nicht finanzieren.
Demos und Drohungen Die Unis sehen sich am "Beginn eines Kampfes", dieser werde an der Seite der Hochschülerschaft und der Gewerkschaft ausgetragen – auch auf der Straße: Am nächsten Mittwoch, dem 27.
"Es ist Feuer am Dach." Eine Drohung der Rektorate wird die Hochschülerinnenschaft wohl nicht unterstützen: Wenn das Budget fehle, müsse man künftig über Studiengebühren nachdenken, meint Hütter.
Für Hütter wiederum ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen: "Die Gespräche werden dann auch nicht mit der Frau Ministerin allein geführt.
Wir wollen keine Studiengebühren, aber wenn uns so ein großer Teil des Budgets gekürzt wird, muss man über alles nachdenken", sagt Hütter.
Durch das geplante Budgetminus müssten die Unis 10.000 Vollzeitstellen einsparen – "ein Fünftel unserer Kolleginnen und Kollegen", sagt Hüttner.
Dadurch würde sich auch das Betreuungsverhältnis für die 270.000 Studierenden deutlich verschlechtern, was zu längeren Studienzeiten und einer Verschärfung des Fachkräftemangels führen würde.
Zuletzt gingen die Rektorinnen und Rektoren im Jahr 2022 auf die Barrikaden.
Den Hochschulen fehlten 1,2 Milliarden Euro nach dem Ausbruch des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit gestiegenen Energiekosten.
"Wir haben uns grob mit der Rücklagensituation beschäftigt, seit wir diese Woche Zahlen bekommen haben, und der wirklich überwiegende Teil der Rücklagen sind Drittmittel, die wir einwerben und dann für Projekte über längere Laufzeiten ausgeben", sagt Hütter: "Das sind zweckgebundene Gelder, die können wir nicht einfach statt eines Bundesbudgets ausgeben." Als würde man Uni Wien einsparen Auch der Rektor der Universität Wien kann die Sparmaßnahmen nicht nachvollziehen.
"Bei 5,1 Milliarden, die im Budget hin- und hergeschoben werden, sind 2,5 Milliarden Euro, die von den Unis genommen werden, mehr als unverhältnismäßig", sagt er.
Zum Vergleich: "Das Budget der Universität Wien ohne Drittmittel beträgt 2,3 Milliarden Euro in drei Jahren.
Das ist, als würde man einfach die Uni Wien einsparen." Dabei hätten die Unis schon jetzt Gehaltsabschlüsse, die "deutlich unter der Inflation liegen".
Es gebe zudem ein "großes Missverständnis", findet Schütze: nämlich, dass die Hochschulen bei den Zukunftsinvestitionen und Konjunkturmaßnahmen nicht vorkommen.
Wirtschaft und Spitäler So kämen etwa 80 Prozent der Patente und der wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen von den Universitäten, betont Jens Schneider, Rektor der Technischen Uni Wien.
Und ohne den technischen Nachwuchs aus den Unis trockne "die Forschungspipeline aus".
Und: "Wir sitzen auch hier für die Wirtschaft", sagt Schneider.
Diese würden "das Rückgrat des österreichischen Gesundheitssystems darstellen".
Auch der Großteil der Medizinabsolventen und 40 Prozent der Fachärztinnen und Fachärzte werde dort ausgebildet.
Holzleitner's ministry must save 23 million euros in 2027 and 190 million euros in 2028.
The next three-year university budget (2028 to 2030) will be decided after a government retreat in the autumn.
The Universities Conference (uniko) warned of a cut of one billion euros over the period 2028 to 2030.
Holzleitner stated that the Universities Conference never mentioned the figure of one billion euros.
Budget negotiations with the Ministry of Finance are completed.
Holzleitner aims for growth and wants to strengthen the university funds for the 2028-30 performance agreement period.
The current sum for the university will be continued for 2028 in the upcoming double budget.
The savings requirement for 2028 is 190 million euros, affecting all areas of the ministry.
The final decision on the university budget for 2028 to 2030 will be made by October 31.
A government retreat on the topic of science and location could decide on offensive funds for the universities.
Reduction of wage supplementary costs could bring 30 million euros to the universities in the double budget.
Construction subsidies from the Federal Real Estate Company (BIG) could amount to 60 million euros.
Philanthropy through foundations is also hoped for.
An increase in tuition fees was ruled out by Holzleitner.
There will be no savings on study grants (which run outside the university budget).
"Wir steigen aus dem Hochschulprozess mit der Ministerin mit sofortiger Wirkung aus", kündigt Hütter an.
"Wenn die Universitäten rückgebaut werden, braucht man nicht über deren Weiterentwicklung sprechen."
Rund eine Milliarde Euro weniger sollen die Universitäten bei den kommenden Leistungsvereinbarungen – dem Dreijahresbudget für die 22 öffentlichen Unis, das sie mit dem Wissenschaftsministerium ausverhandeln – erhalten.
Konkret wären das 15,5 Milliarden anstatt der 16,5 Milliarden Euro, die sie in der aktuellen Periode, die noch bis Ende 2027 läuft, budgetiert haben.
Dabei wollten die Universitäten eigentlich mehr: Mit 18 Milliarden haben sie ihren Finanzbedarf für die Jahre 2028 bis 2030 beziffert.
"Uns fehlen 2,5 Milliarden Euro bis 2030, das ist eine Kürzung von rund 14 Prozent", sagt Hütter.
Die Einsparungen seien in ihrer Dimension "beispiellos", findet die Rektorenchefin, die selbst die Kunstuniversität Linz leitet.
Wir werden für all unsere Bereiche kämpfen." Jahrelanger Schaden Zwar sei "nachvollziehbar, dass wir alle sparen müssen", allerdings mache das Wissenschaftsbudget nur vier Prozent des gesamtstaatlichen Budgets aus, betonte Hütter.
Die Einsparungen seien ein "Offenbarungseid der Politik und ein Supergau – das ist ein Schaden, den wir jetzt verhindern müssen und werden." Die Gelder für die Universitäten seien "Investitionen in die Zukunft, wenn wir sie jetzt zurückfahren, dann ist das nur über Jahre – wenn überhaupt – aufholbar." Die Regierung habe mit ihrer Ansage einen "Stellenwert für Wissenschaft und Forschung abgesteckt", man habe der Uniko-Präsidentin gesagt, dass diese Themen kein Schwerpunkt von Schwarz-Rot-Pink seien.
Die einzige Zahl, die wir kennen, sind diese 15,5 Milliarden." Aus Protest steigen die Universitäten "ab sofort" aus dem Prozess für eine neue Hochschulstrategie des Ministeriums aus, dort soll eine Vision für Österreichs Hochschulen bis zum Jahr 2040 erarbeitet werden.
Dabei könne man bis 2030 die Unis nicht finanzieren.
Demos und Drohungen Die Unis sehen sich am "Beginn eines Kampfes", dieser werde an der Seite der Hochschülerschaft und der Gewerkschaft ausgetragen – auch auf der Straße: Am nächsten Mittwoch, dem 27.
"Es ist Feuer am Dach." Eine Drohung der Rektorate wird die Hochschülerinnenschaft wohl nicht unterstützen: Wenn das Budget fehle, müsse man künftig über Studiengebühren nachdenken, meint Hütter.
Für Hütter wiederum ist da das letzte Wort noch nicht gesprochen: "Die Gespräche werden dann auch nicht mit der Frau Ministerin allein geführt.
Wir wollen keine Studiengebühren, aber wenn uns so ein großer Teil des Budgets gekürzt wird, muss man über alles nachdenken", sagt Hütter.
Durch das geplante Budgetminus müssten die Unis 10.000 Vollzeitstellen einsparen – "ein Fünftel unserer Kolleginnen und Kollegen", sagt Hüttner.
Dadurch würde sich auch das Betreuungsverhältnis für die 270.000 Studierenden deutlich verschlechtern, was zu längeren Studienzeiten und einer Verschärfung des Fachkräftemangels führen würde.
Zuletzt gingen die Rektorinnen und Rektoren im Jahr 2022 auf die Barrikaden.
Den Hochschulen fehlten 1,2 Milliarden Euro nach dem Ausbruch des Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit gestiegenen Energiekosten.
"Wir haben uns grob mit der Rücklagensituation beschäftigt, seit wir diese Woche Zahlen bekommen haben, und der wirklich überwiegende Teil der Rücklagen sind Drittmittel, die wir einwerben und dann für Projekte über längere Laufzeiten ausgeben", sagt Hütter: "Das sind zweckgebundene Gelder, die können wir nicht einfach statt eines Bundesbudgets ausgeben." Als würde man Uni Wien einsparen Auch der Rektor der Universität Wien kann die Sparmaßnahmen nicht nachvollziehen.
"Bei 5,1 Milliarden, die im Budget hin- und hergeschoben werden, sind 2,5 Milliarden Euro, die von den Unis genommen werden, mehr als unverhältnismäßig", sagt er.
Zum Vergleich: "Das Budget der Universität Wien ohne Drittmittel beträgt 2,3 Milliarden Euro in drei Jahren.
Das ist, als würde man einfach die Uni Wien einsparen." Dabei hätten die Unis schon jetzt Gehaltsabschlüsse, die "deutlich unter der Inflation liegen".
Es gebe zudem ein "großes Missverständnis", findet Schütze: nämlich, dass die Hochschulen bei den Zukunftsinvestitionen und Konjunkturmaßnahmen nicht vorkommen.
Wirtschaft und Spitäler So kämen etwa 80 Prozent der Patente und der wichtigsten wissenschaftlichen Publikationen von den Universitäten, betont Jens Schneider, Rektor der Technischen Uni Wien.
Und ohne den technischen Nachwuchs aus den Unis trockne "die Forschungspipeline aus".
Und: "Wir sitzen auch hier für die Wirtschaft", sagt Schneider.
Diese würden "das Rückgrat des österreichischen Gesundheitssystems darstellen".
Auch der Großteil der Medizinabsolventen und 40 Prozent der Fachärztinnen und Fachärzte werde dort ausgebildet.
21. Mai 2026, 10:08Kurier
Universitäten drohen Budgetkürzungen – Ministerin Holzleitner verteidigt sich
21. Mai 2026, 11:24Kurier
Sparpläne bei ÖBB: Welche Projekte sich jetzt verzögern dürften
21. Mai 2026, 13:07Kurier
Kürzungen bei Uni-Budget: Was Studierende jetzt erwarten
21. Mai 2026, 13:25Der Standard
Studiengebühren zur besseren Unifinanzierung? Neos wären an Bord, SPÖ nicht
21. Mai 2026, 13:31Der Standard
Sparen bei den Unis
22. Mai 2026, 07:00Der Standard
Unibudget: Rektor Schütze hält "Schließung von Studienrichtungen" für möglich
22. Mai 2026, 11:35Kurier
Milliarden-Kürzung: Schließung von Studienrichtungen laut Uni-Rektor "möglich"