Bad König, 13 Juni 2026

Ein Autofahrer ist am Freitagmittag bei einem Zusammenstoß mit einem Personenzug an einem unbeschrankten Bahnübergang im Bad Königer Stadtteil Etzen-Gesäß (Odenwald) ums Leben gekommen.

Unfallhergang am Freitagmittag

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 12.15 Uhr. An einem unbeschrankten Bahnübergang in Bad König ist ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen. Der Autofahrer kam ums Leben. Der Bahnübergang war mit einem rot blinkenden Andreaskreuz gesichert. Offenbar missachtete der Autofahrer das Warnlicht.

Gleichzeitig fuhr ein Auto auf der Franz-Holl-Straße in Richtung Süden. Ein Personenzug war demnach von Bad König aus in nördlicher Richtung unterwegs. Wie genau es zu dem Zusammenstoß an dem unbeschrankten Bahnübergang kommen konnte, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Der Autofahrer erlitt bei der Kollision so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Angaben zu seiner Identität machte die Polizei zunächst nicht. Die Polizei teilte auf hessenschau-Nachfrage am Samstag mit, dass der Fahrer offenbar das Warnlicht missachtet habe.

Folgen für Fahrgäste und Lokführer

Die 42 Fahrgäste im Zug blieben nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt. Der Lokführer blieb körperlich unverletzt, erlitt aber einen Schock und musste medizinisch versorgt werden. Zeugen alarmierten unmittelbar nach dem Unfall Rettungsdienst und Polizei.

Notfallseelsorger kümmerten sich um die Beteiligten und boten ihnen Gespräche an. Die Betreuung der Betroffenen und der Einsatzkräfte lief nach dem Unfall über mehrere Stunden.

Ermittlungen zur Unfallursache

Die Bahnstrecke musste zeitweise gesperrt werden. Über die Dauer der Sperrung und mögliche Beeinträchtigungen im Bahnverkehr machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.

Die genauen Umstände des Unfalls sind nun Teil der laufenden Ermittlungen. Die Polizei prüft, warum der Autofahrer das rot blinkende Andreaskreuz offenbar nicht beachtet hat. Hinweise auf ein technisches Versagen des Zuges oder des Bahnübergangs wurden zunächst nicht genannt.

Unbeschrankte Bahnübergänge wie der in Etzen-Gesäß sind in Deutschland mit einem Andreaskreuz und in der Regel zusätzlichen Signalen gesichert, verfügen jedoch über keine Schranken. An solchen Stellen gilt für Verkehrsteilnehmer besondere Vorsicht.