Bei einer großangelegten Razzia haben österreichische Zollbeamte eine illegale Zigarettenfabrik im Industrieviertel von Niederösterreich ausgehoben und rund acht Millionen gefälschte Zigaretten beschlagnahmt.

## Operation mit internationaler Beteiligung Etwa 40 Finanzbeamte aus Österreich führten die Durchsuchung durch, unterstützt von Ermittlern aus der Slowakei und Polen. Die Fabrik befand sich in einer Halle in der Nähe der burgenländischen Grenze, wie die APA berichtete. Die internationale Zusammenarbeit war notwendig, da der Schmuggel von Zigaretten oft grenzüberschreitende Netzwerke involviert.

Die Kronen Zeitung bestätigte, dass die Behörden seit Wochen Hinweisen nachgingen, bevor sie am 15. April zuschlugen. Die illegale Produktion war offenbar hochprofessionell organisiert, mit Maschinen, die täglich tausende Zigaretten herstellen konnten.

## Hoher finanzieller Schaden für den Staat Die beschlagnahmten Zigaretten hätten dem Staat Steuern in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro entzogen. Insgesamt beläuft sich der geschätzte Schaden durch die illegale Produktion auf über sechs Millionen Euro. Die APA nannte diese Summe in ihrer Berichterstattung und verwies auf die erheblichen Einnahmeausfälle für die öffentliche Hand.

Experten weisen darauf hin, dass der Markt für gefälschte Tabakwaren in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Die Kronen Zeitung zitierte einen anonymen Zollbeamten mit den Worten: "Diese Fabrik zeigt, dass wir es mit organisierten Banden zu tun haben, die gezielt Steuern hinterziehen."

Die Ermittlungen laufen weiter, und die Behörden prüfen, ob weitere Standorte in der Region oder im Ausland betroffen sind. Die Zusammenarbeit mit slowakischen und polnischen Kollegen soll intensiviert werden, um die Hintermänner des Netzwerks zu identifizieren.