Zidane folgt auf Deschamps: Frankreich steht vor einem Trainerbruch
Paris, 21. Juli 2026
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Kurzfassung
Nach Informationen des Transferexperten Fabrizio Romano hat Zinédine Zidane einen Vertrag als neuer Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft unterzeichnet. Didier Deschamps verlässt die Équipe Tricolore nach 14 Jahren, eine offizielle Bestätigung des Verbands FFF steht noch aus.
Zinédine Zidane übernimmt nach Informationen des Transferexperten Fabrizio Romano als neuer Trainer die französische Fußball-Nationalmannschaft und löst damit Didier Deschamps ab, der die Équipe Tricolore nach 14 Jahren verlässt.
Zinédine Zidanes Verpflichtung als neuer Trainer der französischen Fußball-Nationalmannschaft soll nach Informationen des Transferexperten Fabrizio Romano perfekt sein. Der 54-Jährige galt schon lange als Topfavorit auf die Nachfolge von Didier Deschamps. Berichten zufolge unterschrieb der ehemalige Weltstar einen Vertrag bis Mitte 2030 bei der Équipe Tricolore. Vom Verband FFF gab es bislang keine Bestätigung zu Zidanes Verpflichtung.
Karriere eines Jahrhundertprofis
Didier Deschamps hatte Frankreich 2018 zum WM-Titel geführt und 2021 die Nations League mit den Franzosen gewonnen. Bei der Weltmeisterschaft in den USA verpasste er den Titel nach einer Halbfinalniederlage gegen den späteren Champion Spanien, anschließend wurde auch die Partie um Platz drei gegen England verloren. Schon vor dem Turnier in Nordamerika war absehbar, dass der Vertrag des 57-Jährigen auslaufen würde.
Dass der frühere Teamkollege von Zidane die Franzosen nach 14 Jahren verlässt, war bekannt. VOR WENIGEN TAGEN ETWA MELDETE AUCH DIE RENOMMIERTE ZEITUNG "L'ÉQUIPE", DASS DER FRÜHERE WELT- UND EUROPAMEISTER FRANKREICHS AUSWAHL IM SOMMER ÜBERNEHMEN WERDE. Mit Zidane, der das Land 1998 als Spieler zum WM-Titel geführt hatte und EM 2000 gewann, kehrt eine der prägendsten Figuren des französischen Fußballs auf die große Bühne zurück.
Erfolge als Trainer bei Real Madrid
Als Spieler zählt Zidanes Karriere zu den schillerndsten der Fußballgeschichte. In seiner letzten Partie als Profi unterlag er 2006 im WM-Finale gegen Italien und flog dabei nach einem Kopfstoß vom Platz. Zuvor hatte er unter anderem 2002 mit Real in der europäischen Königsklasse triumphiert und wurde drei Mal als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet. Sein Verhältnis zu Frankreich blieb nach dem Rot im WM-Endspiel lange Zeit angespannt.
Auf der Trainerbank war Zidane vor allem bei Real Madrid erfolgreich. Er führte die Königlichen in den Jahren 2016 bis 2018 zu drei Champions-League-Titeln in Serie und gewann als Real-Trainer sowie zweimal den spanischen Meistertitel. Anschließend kehrte er auf die Bank zurück und trainierte Real Madrid erneut von 2019 bis 2021. Ein neuerliches Engagement in Madrid kam nicht zustande, stattdessen hielt er sich als Berater und TV-Experte im Hintergrund.
Herausforderungen und Perspektiven
Frankreich erlebt mit dem Wechsel einen Generationenumbruch auf der wichtigsten sportlichen Position. Deschamps hatte das Team nach dem WM-Titel 2018 in den WM-Finalkrim gegen Argentinien 2022 geführt, dort verlor er das Endspiel gegen Argentinien. Auch bei der Heim-EM 2016 wurde gegen Portugal im Endspiel der Triumph verpasst. In Summe stehen für den scheidenden Coach ein WM-Titel, ein EM-Endspiel, ein Nations-League-Triumph und zahlreiche Turniererfahrungen.
Die Équipe Tricolore verfügt über einen breiten Pool an Offensivtalenten um Kylian Mbappé und Aurélien Tchouaméni. Ob Zidane die Mannschaft in seinem taktischen Stil umbaut, erste Stars aus der zweiten Reihe ins Zentrum rückt oder am System seines Vorgängers festhält, ist offen. Sportlich entscheidend dürfte sein, wie rasch er das Vertrauen der erfahrenen Achse um Mbappé, Antoine Griezmann und Dayot Upamecano gewinnt.
Reaktionen und Ausblick
Die Vertragslaufzeit bis Mitte 2030 umfasst zwei große Turniere: die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, die ohnehin schon begonnen hat, sowie die WM-Endrunde 2030, die in Spanien, Portugal und Marokko stattfinden wird. Zidane erhält damit die Möglichkeit, an genau jenem Ort Geschichte zu schreiben, an dem seine Karriere als Spieler so dramatisch endete. Erste Aufgaben werden die Nations-League-Spiele im Herbst und die Qualifikation für die kommende Europameisterschaft sein.
Die Nachfolge bei der FFF ist indes nur ein Aspekt eines umfassenden Umbruchs im französischen Fußball. Präsident Noël Le Graët hatte den Verband im Sommer 2023 verlassen, interimistisch übernahm Philippe Diallo den Posten. Unter dem neuen Verbandschef stehen nun zahlreiche strukturelle Entscheidungen an, darunter Verträge mit TV-Rechteinhabern und die Ausrichtung der nächsten Länderspielphasen. Zidanes Verpflichtung gilt intern als Signal für sportliche Kontinuität.
Außerhalb Frankreichs wird die Personalie international aufmerksam registriert. In Spanien verfolgt man den Wechsel mit besonderer Spannung, schließlich war Zidane zwischen 2016 und 2021 der Trainer von Real Madrid und damit Erzrivalen des FC Barcelona. In England und Italien werden vor allem die kommerziellen Effekte einer prominenten Trainerfigur diskutiert, gerade mit Blick auf Marketing, Sponsoring und TV-Quoten.
Reaktionen aus der Mannschaft stehen aus. Weder Kapitän noch Offizielle der Équipe Tricolore haben sich öffentlich geäußert. In französischen Medien wird erwartet, dass Zidane seinen ersten Auftritt als Nationaltrainer in der Nations League Ende September geben wird. Sollte er den WM-Pokal 2030 holen, würde er nach 1998 als Spieler auch als Trainer Weltmeister mit Frankreich werden.
Vom Verband FFF gibt es bislang keine Bestätigung zu Zidanes Verpflichtung. Auch eine offizielle Pressekonferenz oder ein Termin für die Vorstellung steht noch aus. Branchenkenner erwarten jedoch, dass der Verband in den kommenden Tagen Stellung nehmen wird. Bis dahin bleibt die Personalie eine der meistdiskutierten Sportmeldungen des Sommers.
Der Zeitpunkt der Vertragsunterschrift, nur zwei Tage nach dem Ende der Weltmeisterschaft in den USA, unterstreicht das Bemühen aller Beteiligten um eine rasche Lösung. Mit der Verpflichtung eines Weltstars als Trainer reagiert Frankreich zugleich auf die verpassten Titelchancen bei den jüngsten Großturnieren und will in eine neue Ära starten.
Fragen & Antworten
Wer ist Zinédine Zidane?
Zinédine Zidane ist ein ehemaliger französischer Weltklassefußballer und Trainer. Als Spieler wurde er Weltmeister 1998 und Europameister 2000, als Trainer gewann er mit Real Madrid unter anderem drei Champions-League-Titel.
Warum verlässt Didier Deschamps die Équipe Tricolore?
Didier Deschamps verlässt die französische Nationalmannschaft nach 14 Jahren als Cheftrainer. Bei der jüngsten WM in den USA schied er im Halbfinale gegen Spanien aus und verlor anschließend das Spiel um Platz drei gegen England.
Wie lange läuft Zidanes Vertrag mit Frankreich?
Berichten zufolge hat Zinédine Zidane einen Vertrag bis Mitte 2030 bei der Équipe Tricolore unterzeichnet. Bis zu diesem Zeitpunkt stehen unter anderem die WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko auf dem Programm.
Zidane als Frankreich-Trainer: Nachfolger von Deschamps | nachrichten360