Yad Vashem, die weltweit größte Holocaust-Gedenkstätte, hat am Mittwoch gemeinsam mit den Landesregierungen von Bayern und Sachsen die Errichtung ihrer ersten internationalen Außenstelle in München sowie einer kleineren Zweigstelle in Leipzig bekannt gegeben.

Symbolträchtiger Standort

Das neue Bildungszentrum soll am Karolinenplatz im Zentrum Münchens entstehen und innerhalb von etwa drei Jahren seinen Betrieb aufnehmen. Die bayerische Staatsregierung hat dafür eine finanzielle Zusage gemacht. Die Einrichtung wird rund 20 Mitarbeiter beschäftigen und richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, soll aber allen Interessierten offenstehen.

Yad-Vashem-Vorsitzender Dani Dayan erklärte, die Entscheidung für München trage eine tiefe symbolische Bedeutung, da die Stadt eine zentrale Rolle beim Aufstieg des Nationalsozialismus spielte. „Die Entscheidung fällt in eine kritische Zeit, in der Instrumentalisierung oder Leugnung des Holocaust und Antisemitismus zunehmen“, sagte Dayan.