Yad Vashem, die weltweit größte Holocaust-Gedenkstätte, hat am 29. Mai 2026 die Eröffnung eines Bildungszentrums in München und einer Zweigstelle in Leipzig innerhalb der nächsten drei Jahre angekündigt.
Historischer Standort mit Symbolkraft
Das Zentrum soll am Karolinenplatz 4 entstehen, in einem Gebäude, das einst das Parteigericht der NSDAP beherbergte. In unmittelbarer Nähe befand sich das „Braune Haus“, die Parteizentrale der Nationalsozialisten. Die Wahl des Standorts trägt damit eine besondere historische Symbolik.
Die Initiative für das Projekt geht auf den ehemaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Yad-Vashem-Vorsitzenden Dani Dayan zurück. Bei einem Deutschlandbesuch Dayans im Jahr 2023 entstand die Idee. Im September 2025 gaben die Leitung von Yad Vashem und Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) die Pläne offiziell bekannt.
