Der Sieger des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag erhält vom Weltverband FIFA ein Preisgeld von 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro).
Die FIFA hat das Preisgeld für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA deutlich erhöht. Insgesamt 871 Millionen US-Dollar werden an die 48 teilnehmenden Mannschaften ausgeschüttet. Davon entfallen auf den Sieger des Endspiels 50 Millionen US-Dollar, wie der Weltverband mitteilte.
Der unterlegene Finalist erhält 33 Millionen US-Dollar. Für den dritten Platz bekommt England 29 Millionen US-Dollar, der Vierte Frankreich 27 Millionen US-Dollar. Die Prämien steigen progressiv mit dem Erfolg in den K.-o.-Runden, wie die FIFA erläuterte: "Je nach Erfolg in der K.-o.-Runde stieg die Erfolgsprämie."
Aufstockung nach Verbandskritik
Jedes der 48 Teams hatte bereits vor dem Turnier 2,5 Millionen US-Dollar erhalten, um die Vorbereitungskosten zu decken. Hinzu kommen mindestens 10 Millionen US-Dollar als Mindestbetrag für Mannschaften, die in der Vorrunde ausscheiden. Diese Start- und Vorbereitungspauschalen hatte die FIFA nach Kritik zahlreicher Verbände aufgestockt.
Vor dem Turnier hatte es Unmut gegeben. Wie aus FIFA-Kreisen verlautete, hatten mehrere Verbände "angesichts der hohen Kosten, schwankender Wechselkurse und der Steuergesetze in den USA" Bedenken angemeldet. "Nach der Kritik erhöhte die FIFA deshalb die Gesamtausschüttung vor allem über höhere Start- und Vorbereitungspauschalen", hieß es.
Die gestiegenen Pauschalen machen einen erheblichen Teil der Rekordsumme aus. Der Anteil des reinen sportlichen Erfolgshonorars ist im Vergleich zu den Vorjahren verhältnismäßig kleiner geworden. Für Verbände, die früh ausschieden, bedeutet die Aufstockung dennoch eine spürbare Entlastung.
DFB und ÖFB erhalten weniger als erhofft
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhielt für das Ausscheiden im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar und damit deutlich weniger als beim WM-Sieg 2014. Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) kam nach dem ebenfalls frühen Aus in der Runde der letzten 32 auf insgesamt rund 13,5 Millionen US-Dollar (etwa zwölf Millionen Euro).
Im Vergleich zur vorherigen Weltmeisterschaft zeigt sich dennoch ein klarer Aufwärtstrend. Bei der WM 2022 in Katar hatte Argentinien als Weltmeister 42 Millionen US-Dollar kassiert. Die damalige deutsche Nationalmannschaft hatte 35 Millionen US-Dollar eingespielt, was rund 25,7 Millionen Euro entsprach. Die jetzige Steigerung spiegelt das gewachsene Gesamtvolumen des Turniers wider.
Endspiel am Sonntagabend
Das Endspiel findet am Sonntag um 21.00 Uhr MESZ statt und wird in Deutschland von ZDF und MagentaTV übertragen. Sollte Spanien gewinnen, wäre es der erste WM-Titel für die Spanier seit 2010. Argentinien könnte als dritte Nation nach Brasilien und Deutschland den Titel verteidigen.
Die FIFA begründet die deutliche Erhöhung mit dem erweiterten Teilnehmerfeld von 48 Mannschaften, das seit dieser WM-Endrunde gilt. Auch die gestiegenen Werbe- und TV-Erlöse in den USA spielten eine Rolle bei der Neufestlegung der Prämienstruktur.
Insgesamt verdeutlicht die Rekord-Ausschüttung die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Weltfußballs, sorgt aber zugleich für Diskussionen über die Verteilungsgerechtigkeit zwischen großen und kleinen Verbänden.
