In der Nacht auf Montag ist in St. Marein-Feistritz im steirischen Bezirk Murtal ein Wirtschaftsgebäude in Brand geraten; 153 Einsatzkräfte aus zehn Feuerwehren waren im Einsatz.

Gegen 22.30 Uhr ging am Sonntagabend der Alarm bei den Florianis ein. Wie Einsatzleiter Hauptbrandinspektor Peter Hartensteiner berichtete, schlugen den anrückenden Kräften bereits während der Anfahrt meterhohe Flammen und dichte Rauchschwaden entgegen. "Schon während der Anfahrt schlugen uns meterhohe Flammen und dichte Rauchschwaden entgegen", erinnerte sich Hartensteiner.

Erste Priorität der Einsatzleitung war es, das unmittelbar angrenzende Wohnhaus vor einem Vollbrand zu schützen. Dank des schnellen und gezielten Vorgehens gelang es den Einsatzkräften, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude zu verhindern.

Großaufgebot aus dem gesamten Bezirk

Vor Ort waren schließlich 153 Florianis der Feuerwehren Feistritz, Knittelfeld, Kobenz, Spielberg, Seckau, St. Margarethen, St. Lorenzen, Apfelberg und St. Stefan ob Leoben im Einsatz. Die Koordination über die Gemeindegrenzen hinweg verlief nach Angaben aus dem Einsatzstab reibungslos.

Aufgrund der abgelegenen Lage und der enormen Hitze gestaltete sich die Wasserversorgung schwierig. Insgesamt mussten rund 80.000 Liter Löschwasser zur Einsatzstelle gebracht werden. Mehrere Feuerwehren "pendelten" laut Berichten mit ihren Tanklöschfahrzeugen zwischen Hydranten und Brandstelle, um eine durchgehende Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Wasserversorgung als logistische Herausforderung

Die Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Zeitweise war die Brandstelle weiträumig abgesperrt. Anrainerinnen und Anrainer wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um eine Beeinträchtigung durch den Brandrauch zu vermeiden.

Über die Brandursache sowie die Höhe des Sachschadens konnte vorerst keine Aussage getroffen werden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Die Feuerwehren aus dem Bezirk Murtal zeigten sich nach Abschluss der Löscharbeiten zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Das Zusammenspiel der zehn Wehren habe sich bewährt, hieß es. Der Einsatz endete in den frühen Morgenstunden.

St. Marein-Feistritz liegt im Bezirk Murtal in der Obersteiermark. Wirtschaftsgebäude wie das betroffene werden in der Region häufig für landwirtschaftliche Zwecke oder als Lagerstätten genutzt.