Bernd Wiesberger ist bei den Scottish Open in North Berwick nach einer 78er-Runde am zweiten Turniertag vom geteilten ersten Platz auf Rang 118 abgerutscht und hat den Cut verpasst.

Der Burgenländer benötigte am Freitag auf dem Par-70-Kurs nach seiner 65 zum Auftakt am Vortag nun 78 Schläge und fiel damit weit zurück. Mit dieser Runde endete für den Golfprofi eine beachtliche Serie: Nach 78 geschafften Cuts in Folge bei PGA-Turnieren verpasste er erstmals seit August 2022 die Qualifikation für die weiteren Runden.

Einbruch nach vielversprechendem Auftakt

Die Scottish Open sind in diesem Jahr ein prominentes Turnier der DP World Tour, das traditionell als Vorbereitung auf das folgende Major dient. Der Kurs in North Berwick verlangt den Spielerinnen und Spielern bei wechselnden Windbedingungen präzises Spiel und Konstanz ab – Eigenschaften, die Wiesberger am zweiten Tag offenbar nicht abrufen konnte.

Wiesberger war nach der ersten Runde noch gemeinsam mit mehreren Konkurrenten an der Spitze des Leaderboards gelegen. Der Abstand auf den geteilten ersten Platz hatte Hoffnung auf ein starkes Resultat bei dem mit rund 9 Millionen Dollar dotierten Turnier geweckt. Mit der zweiten Runde löste sich diese Hoffnung jedoch binnen weniger Stunden auf.

Scheffler, Straka und McIlroy im Spitzenfeld

Für den 40-jährigen Burgenländer, der in seiner Karriere bislang drei Siege auf der European Tour feiern konnte, ist das verpasste Wochenende auch im Hinblick auf die kommenden Turniere ein Rückschlag. Zwar bleibt ihm die Spielberechtigung auf der DP World Tour erhalten, doch die fehlende Wettkampfpraxis an diesem Wochenende mindert die Möglichkeit, weiteres Preisgeld oder Weltranglistenpunkte zu sammeln.

Im Spitzenfeld des Turniers liegen nach den ersten beiden Runden andere bekannte Namen vorne. Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler, der Österreicher Sepp Straka und der Nordire Rory McIlroy zählten bereits am ersten Tag zu den Verfolgern und spielten sich am Freitag in aussichtsreiche Positionen. Auch der Engländer Jordan Smith gehört nach den vorliegenden Zwischenständen zu den führenden Akteuren des Feldes.

Wetter und Platz fordern Konstanz

Ein Blick auf die Wetter- und Platzbedingungen erklärt die schwankenden Ergebnisse vieler Teilnehmer: Stark wechselnde Winde an der schottischen Ostküste erschweren die Lochwahl und die Schlägerauswahl. Wer an einem Tag zu viele Fehler einstreut, wird vom Par-70-Layout unnachgiebig bestraft.

Für Wiesberger bedeutet das vorzeitige Aus, dass die Generalprobe vor dem nächsten großen Turnier ohne positive Erkenntnisse bleibt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Burgenländer den Rückschlag schnell abschütteln und an die Form der ersten Runde anknüpfen kann.