Die ÖBB haben am Sonntag mitgeteilt, dass der seit Donnerstagabend stark eingeschränkte Zugverkehr auf der Westbahnstrecke zwischen Linz und St. Valentin ab Montag wieder planmäßig verlaufen soll.
Hintergrund: Schaden am Stellwerk
Die ÖBB haben ein sogenanntes Notfahrprogramm eingerichtet, das noch bis Sonntag um Mitternacht gilt. "Der seit Donnerstagabend stark eingeschränkte Zugverkehr auf der Westbahnstrecke zwischen Linz und St. Valentin soll am Montag wieder planmäßig verlaufen", hieß es in der Mitteilung der Bundesbahnen.
Ursache der Einschränkungen war ein beschädigtes Stellwerk, das laut ÖBB die Rückkehr zum Normalbetrieb zunächst verhindert hatte. "Wie die ÖBB am Sonntagmittag mitteilten, laufen derzeit die letzten Arbeiten am beschädigten Stellwerk." Die kaputte Oberleitung ist bereits wieder intakt. Nach aktuellem Stand sollen die Reparaturen bis Sonntag, 19. Juli, 23.59 Uhr, abgeschlossen sein.
Auswirkungen auf IC und Nahverkehr
Die Folgen der Störung waren über mehrere Tage hinweg deutlich spürbar. "Die Folge waren Zugausfälle, Umleitungen und längere Fahrzeiten." Besonders betroffen waren Intercity-Verbindungen, wie die ÖBB erklärten: "Besonders betroffen waren Intercity-Verbindungen."
Bis einschließlich Sonntag Betriebsschluss bleiben die Einschränkungen für IC-Züge bestehen. "Intercity-Züge (IC) enden weiterhin in St. Valentin beziehungsweise Linz Hauptbahnhof." Reisende können zwischen den beiden Bahnhöfen weiterhin auf Busse im Schienenersatzverkehr ausweichen, wie die ÖBB mitteilten: "Zwischen St. Valentin und Linz Hauptbahnhof verkehren weiterhin Schienenersatzbusse, die auch von Fernverkehrsreisenden genutzt werden können." Für die Nahverkehrszüge fahren bereits seit Donnerstagabend Busse im Schienenersatzverkehr.
Andere Zugkategorien waren von den Einschränkungen weniger betroffen. "ICE-Züge von/nach Deutschland... fahren planmäßig", erklärten die ÖBB. Auch "Railjet-Express-Züge (RJX), ICE-Züge und Nachtzüge weitgehend planmäßig verkehren konnten", wie es in der Mitteilung weiter hieß.
Westbahn und gegenseitige Ticketanerkennung
Um die Versorgung der Fahrgäste sicherzustellen, fährt die Westbahn in dieser Phase reduziert im Stundentakt und hält zusätzlich in St. Valentin, damit ÖBB-Fahrgäste umsteigen können. "Die Westbahn fährt reduziert im Stundentakt und hält zusätzlich in St. Valentin, damit ÖBB-Fahrgäste umsteigen können." Zwischen St. Valentin und Wels Hauptbahnhof werden ÖBB- und Westbahn-Tickets gegenseitig anerkannt.
Die ÖBB weisen allerdings darauf hin, dass es bis Sonntagabend noch zu Verspätungen kommen kann. "Fahrgäste werden deshalb gebeten, ihre Verbindung vor Reiseantritt über SCOTTY, oebb.at oder das ÖBB-Kundenservice zu prüfen."
Hinweise für Reisende
Mit Abschluss der Reparaturarbeiten am Sonntag soll der reguläre Zugverkehr zwischen St. Valentin und Linz Hauptbahnhof ab Montag, 20. Juli, wieder aufgenommen werden. Die ÖBB wollen die Reparaturarbeiten am beschädigten Stellwerk noch am Sonntag abschließen. Damit endet eine mehrtägige Phase mit Zugausfällen, Umleitungen und längeren Fahrzeiten auf einem der wichtigsten Bahnabschnitte Österreichs.
Die Agenturmeldung wurde von der APA verbreitet (APA, 19.7.2026).
