In Sarcelles, einer Vorstadt nördlich von Paris, sind am Samstagabend rund 300 Menschen evakuiert worden, nachdem in einem als verdächtig gemeldeten Fahrzeug in der Nähe einer Synagoge ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow und eine geladene Pistole entdeckt wurden; die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (Pnat) hat am Sonntag Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine terroristische Vereinigung eingeleitet.

Hinweis auf möglichen Anschlag

Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend gegen 21:30 Uhr in einem belebten Viertel von Sarcelles, das wegen seines großen jüdischen Bevölkerungsanteils auch als „la petite Jérusalem" bekannt ist. Wie die nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (Pnat) am Sonntag, dem 12. Juli, mitteilte, war das Fahrzeug den Behörden zuvor durch einen Hinweis des Inlandsnachrichtendienstes DGSI aufgefallen. Demnach sei der Dienst „informée d'une possible attaque terroriste islamiste visant une synagogue de Sarcelles, impliquant potentiellement un véhicule Toyota" worden, hieß es in einer Mitteilung des Pnat.