Bundesaußenminister Johann Wadephul reist nach Tunesien und Algerien, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen und über Migration sowie Energiefragen zu sprechen.
Die Reise des deutschen Außenministers in zwei nordafrikanische Staaten fällt in eine Phase, in der Berlin seine Beziehungen zur Region neu justiert. Tunesien und Algerien gelten als wichtige Partner bei der Begrenzung irregulärer Migration sowie als Lieferanten von Erdgas, das für die deutsche Energieversorgung nach dem Wegfall russischer Lieferungen an Bedeutung gewonnen hat. Wadephul will nach Angaben aus seinem Ministerium Gespräche auf höchster Ebene führen.
Tunesien: Stabilitätspartner unter Druck
In Tunesien steht ein Treffen mit Staatschef Kais Saied im Mittelpunkt des Programms. Themen sind laut Vorabinformationen die wirtschaftliche Lage des Landes, die Zusammenarbeit bei Migrationsfragen sowie die Lage in der Sahel-Region. Deutschland unterstützt Tunesien bereits mit Hilfszahlungen und sieht das Land als Stabilitätsanker in einer von Krisen geschüttelten Region.
