Kirchdorf am Inn, 19 August 2026
In Kirchdorf am Inn im Bezirk Ried im Innkreis sind vier erst wenige Tage alte Katzenbabys direkt neben der Bundesstraße B148 im hohen Gras ausgesetzt worden.
Die Tiere waren nach Angaben der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe kaum älter als wenige Tage, als sie neben einem Haus an der Bundesstraße B148 gefunden wurden. Sie hätten zu diesem Zeitpunkt gerade erst die Augen geöffnet gehabt, erklärte die Organisation.
Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler sprach von einer besonders gefährlichen Situation für die Jungtiere. Neben einer viel befahrenen Straße ausgesetzt zu werden, habe für die hilflosen Tiere unmittelbar Lebensgefahr bedeutet. Ohne Eingreifen wären sie weder vor dem Verkehr noch vor Witterung oder anderen Tieren geschützt gewesen.
Gefahr an der Bundesstraße
Die Organisation hat Strafanzeige wegen Tierquälerei gestellt. Sie ruft zudem Zeuginnen und Zeugen, die in der Umgebung der B148 etwas beobachtet haben, dazu auf, sich zu melden.
Der Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle in der Region ein. Erst kürzlich waren in einem anderen Bundesland Katzenbabys auf ähnliche Weise zurückgelassen worden, wie Pfotenhilfe berichtet.
Ermittlungen und Strafanzeige
Die vier Kätzchen werden nach Angaben der Organisation auf einem Tierschutzhof gepflegt. Sie erhalten dort die notwendige medizinische Versorgung und werden mit der Hand aufgezogen, da sie ohne Muttertier gefunden wurden.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft mögliche Zusammenhänge mit weiteren Fällen von ausgesetzten Tieren im Bezirk Ried im Innkreis.
Versorgung der Jungtiere
Stadler betonte, dass das Aussetzen von Tieren in Österreich kein Kavaliersdelikt sei. Tierquälerei kann demnach mit empfindlichen Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden.
Die Tierschutzorganisation appelliert an Spaziergängerinnen und Spaziergänger, verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei oder einem Tierheim zu melden. Auch herrenlose Katzenmütter mit Wurf sollten gemeldet werden, damit Tierheime eingreifen können.
Appell an die Bevölkerung
Pfotenhilfe plant, die Katzenbabys nach der Aufzucht in verantwortungsvolle Hände zu vermitteln. Interessentinnen und Interessenten könnten sich direkt an die Organisation wenden.
Die Vorfälle in Kirchdorf am Inn sorgen über die Region hinaus für Aufsehen und werfen erneut die Frage auf, wie sich Fälle von Tierquälerei in Österreich wirksamer verhindern lassen.
