Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor gezielten Cyberangriffen aus Russland auf kritische digitale Infrastrukturen in Deutschland gewarnt, darunter Internetrouter des Herstellers TP-Link.

Hintergrund der Warnung

Die Behörde gab die Warnung in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen wie dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem FBI heraus. Die Angriffe werden der russischen Hackergruppe APT28 zugeschrieben, die bereits in der Vergangenheit für ähnliche Operationen verantwortlich gemacht wurde.

Laut den Erkenntnissen des BfV wurden mehrere tausend TP-Link-Geräte ins Visier genommen, wobei in Deutschland etwa 30 anfällige Router identifiziert wurden. Diese Geräte sind Teil der kritischen Infrastruktur und könnten bei erfolgreichen Angriffen erhebliche Schäden verursachen.

Kooperation mit internationalen Partnern

Die Warnung erfolgte in enger Abstimmung mit internationalen Sicherheitsbehörden, darunter das FBI. Diese Zusammenarbeit unterstreicht die globale Dimension der Bedrohung und die Notwendigkeit einer koordinierten Abwehrstrategie.

Der Verfassungsschutz betonte, dass die Angriffe nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder betreffen. Die Beteiligung des FBI deutet darauf hin, dass möglicherweise auch US-Infrastrukturen im Fokus der Angreifer stehen.