Die syrische Regierung hat den vollständigen Abzug aller US-Soldaten aus dem Land bekannt gegeben. Die US-Truppen waren seit Jahren im Rahmen des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien stationiert.

Hintergrund des US-Engagements

Die US-Streitkräfte waren seit mehreren Jahren in Syrien aktiv, vor allem in Zusammenarbeit mit kurdischen Milizen. Ihr Hauptziel war die Bekämpfung des IS, der weite Teile des Landes kontrolliert hatte. Die Zahl der US-Soldaten schwankte dabei zwischen 900 und 2.000, je nach strategischer Notwendigkeit und politischer Lage.

Bereits 2018 hatte der damalige US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Truppen aus Syrien abzuziehen. Diese Ankündigung sorgte international für Diskussionen, da viele Beobachter eine fortgesetzte Präsenz als notwendig erachteten, um die Stabilität in der Region zu gewährleisten. Dennoch blieben die US-Einheiten weiterhin vor Ort, wenn auch in reduzierter Stärke.

Reaktionen und nächste Schritte

Die syrische Regierung in Damaskus begrüßte den Abzug der US-Truppen als einen Schritt zur Wiederherstellung der Souveränität des Landes. Syrien hatte die Präsenz ausländischer Streitkräfte stets als Verletzung seiner territorialen Integrität kritisiert. Mit dem Rückzug der USA könnte sich nun die Frage stellen, wer die Sicherheit in den ehemaligen IS-Hochburgen gewährleisten wird.

Die kurdischen Verbündeten der USA, die maßgeblich an der Bodenoffensive gegen den IS beteiligt waren, könnten besonders betroffen sein. Bislang gab es keine offiziellen Stellungnahmen der US-Regierung oder des Pentagon zu den syrischen Behauptungen. Sollte sich der Abzug bestätigen, wäre dies ein bedeutender Wendepunkt in der jüngeren Geschichte des Konflikts in Syrien.