Washington, D.C., 15. April 2026

Die US-Regierung plant, die Urteile gegen mehrere Teilnehmer des Angriffs auf das Kapitol am 6. Januar 2021 aufzuheben, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf Gerichtsakten berichten.

Hintergrund der Kapitol-Attacke

Am 6. Januar 2021 hatten Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump das US-Parlamentsgebäude gewaltsam gestürmt. Die Ausschreitungen waren eine Reaktion auf Trumps Wahlniederlage gegen den Demokraten Joe Biden, die seine Unterstützer nicht akzeptieren wollten. Die Angreifer, darunter Mitglieder der rechtsradikalen Gruppen "Oath Keepers" und "Proud Boys", wurden später wegen aufrührerischer Verschwörung und anderer Straftaten angeklagt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump zu seinem Amtsantritt rund 1.500 Randalierer begnadigt, die nach den Ereignissen vor mehr als fünf Jahren angeklagt worden waren. Die aktuelle Initiative der US-Regierung geht jedoch über diese Begnadigungen hinaus und zielt darauf ab, die Urteile gegen weitere Beteiligte zu kassieren.

Justizministerium fordert Aufhebung der Urteile

Das US-Justizministerium hat sich an ein Bundesberufungsgericht gewandt, um die Strafen gegen führende Mitglieder der "Oath Keepers" und "Proud Boys" fallen zu lassen. "Das Justizministerium habe sich dafür an ein Bundesberufungsgericht gewandt, um die Strafen wegen aufrührerischer Verschwörung gegen führende Mitglieder der rechtsradikalen Gruppen 'Oath Keepers' und 'Proud Boys' fallen zu lassen", berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf Gerichtsakten.