Washington, D.C., 21. April 2026
Die US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer hat ihren Rücktritt erklärt, um in die Privatwirtschaft zu wechseln. Ihre nur 13-monatige Amtszeit war von einer Reihe von Skandalen überschattet, darunter Vorwürfe von unangemessenem Verhalten und einer toxischen Arbeitsatmosphäre.
Rücktritt und Nachfolge
Chavez-DeRemer, die seit März 2025 das US-Arbeitsministerium leitete, gab ihren Rücktritt am 21. April 2026 bekannt. Offiziell begründete sie den Schritt mit ihrem Wechsel in die Privatwirtschaft. Allerdings wurde ihre Amtszeit von mehreren Untersuchungen und Beschwerden belastet.
Als kommissarischer Nachfolger wurde Keith Sonderling, bisheriger Stellvertreter von Chavez-DeRemer, ernannt. Sonderling übernimmt die Leitung des Ministeriums vorerst in einer Übergangsphase. Die Ernennung erfolgte ohne größere öffentliche Debatte, obwohl die Umstände des Rücktritts von Chavez-DeRemer weiterhin Fragen aufwerfen.
Vorwürfe und Skandale
Eine interne Untersuchung hatte ergeben, dass Chavez-DeRemer und ein ehemaliger stellvertretender Stabschef Mitarbeiter aufforderten, ihnen während dienstlicher Reisen Wein zu bringen. Diese Praxis wurde als Missbrauch der Amtsgewalt kritisiert. Zudem gab es Vorwürfe, dass die Ministerin junge weibliche Angestellte gebeten habe, ihrem Ehemann und Vater besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Drei Mitarbeiter reichten Beschwerden nach dem Civil Rights Act ein, in denen sie von einem feindseligen Arbeitsumfeld berichteten. Die Vorwürfe belasteten die Glaubwürdigkeit des Ministeriums und führten zu öffentlichem Druck auf Chavez-DeRemer. Die genauen Inhalte der Beschwerden wurden nicht im Detail veröffentlicht, doch bestätigten zwei unabhängige Quellen die Existenz der Vorwürfe.

