Illegaler Handel mit Nacktbildern auf Telegram aufgedeckt Berlin, 8. April 2026 Eine sechswöchige Untersuchung hat ergeben, dass fast 25.000 Nutzer auf Telegram ohne Zustimmung der Betroffenen Nacktbilder von Frauen handelten und teilweise sogar zu Gewalt aufriefen.

## Umfang der illegalen Aktivitäten Die Untersuchung, die sich auf spanische und italienische Chatgruppen konzentrierte, deckte einen massiven Missbrauch der Plattform auf. Insgesamt wurden über 80.000 Dateien – darunter Fotos, Videos und Audiodateien – ausgetauscht, die größtenteils pornografischen Inhalts waren. Diese wurden über 16 Telegram-Kanäle verbreitet, wie aus den Ergebnissen hervorgeht.

Besonders alarmierend ist, dass einige Nutzer in den Gruppen nicht nur Bilder teilten, sondern auch zur Vergewaltigung der abgebildeten Frauen aufriefen. In einigen Fällen wurden sogar sexualisierte Aufnahmen von Kindern diskutiert. Zudem organisierten Mitglieder der Gruppen gezielte Kampagnen, um Frauen einzuschüchtern oder zu belästigen, und veröffentlichten illegal persönliche Daten der Opfer.

## Herkunft der Bilder und Reaktion von Telegram Viele der geteilten Bilder stammten ursprünglich von anderen Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat. Ein Sprecher von Telegram betonte, dass die Verbreitung von „non-consensual intimate images, including pornographic Deep-Fakes“ laut den Nutzungsbedingungen der Plattform strikt verboten sei.

Gleichzeitig räumte der Sprecher ein, dass die Bekämpfung von Deepfakes für alle Plattformen eine Herausforderung darstelle. Die Moderation solcher Inhalte gestalte sich komplex, insbesondere wenn künstlich generierte Bilder im Umlauf seien.

Die Untersuchung zeigt, wie schwerwiegend das Problem des nicht einvernehmlichen Teilens intimer Aufnahmen ist – und wie dringend Maßnahmen erforderlich sind, um Betroffene besser zu schützen.