Ein russischer Tanker der Schattenflotte, die "Arctic Metagaz", wurde am 3. März im Mittelmeer nahe der libyschen Küste durch eine Explosion beschädigt. Russland beschuldigt die Ukraine, das Schiff mit Drohnen angegriffen zu haben, während Kiew die Vorwürfe zurückweist.
Hintergrund der "Arctic Metagaz"
Die "Arctic Metagaz" steht auf den Sanktionslisten der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten und gilt als Teil der russischen Schattenflotte. Solche Schiffe wechseln häufig Namen, Flaggenstaaten und Management, um Sanktionen zu umgehen – ein Muster, das auch bei der "Arctic Metagaz" zu beobachten war. Zum Zeitpunkt des Vorfalls transportierte das Schiff verflüssigtes Gas vom russischen Hafen Murmansk nach Ägypten.
Libysche Behörden beschrieben den Vorfall als eine Serie unerwarteter Explosionen, die zu einem großen Feuer an Bord führten. Die genaue Ursache der Explosionen bleibt unklar, doch russische Stellen behaupten, ukrainische Drohnen seien verantwortlich. Bislag hat Moskau jedoch keine Beweise für diese Anschuldigungen vorgelegt.
Ukraine und Russland im Schattenkrieg
Laut einem Bericht von Radio France International (RFI) könnte der Angriff auf die "Arctic Metagaz" Teil einer Reihe ukrainischer Operationen sein, die darauf abzielen, russische Energieexporte auf See zu stören. RFI berichtet zudem, dass bis zu 200 ukrainische Soldaten in Libyen stationiert sind, was auf eine mögliche Ausweitung des Konflikts über die unmittelbaren Kriegsgebiete hinaus hindeutet.
