Mehr als 1100 Musikschaffende, darunter internationale Stars wie Roger Waters, Peter Gabriel und Massive Attack, fordern einen Boykott des Eurovision Song Contest (ESC) in Wien. Grund ist die Teilnahme Israels am Wettbewerb. Die Kampagne "No Music For Genocide" verlangt zudem den Ausschluss des israelischen Senders KAN.
Boykottaufruf prominenter Künstler
Die Initiative wird von namhaften Persönlichkeiten der Musikbranche unterstützt. Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters, Peter Gabriel und die britische Band Massive Attack gehören zu den Unterzeichnern des Boykottaufrufs. Die Kampagne "No Music For Genocide" richtet sich explizit gegen die Teilnahme Israels und fordert die Veranstalter auf, den israelischen Sender KAN vom Wettbewerb auszuschließen.
Die Musiker begründen ihren Schritt mit der israelischen Militäroperation im Gazastreifen, die am 7. Oktober 2023 begann. Sie werfen Israel vor, mit seiner Politik Menschenrechte zu verletzen und fordern stattdessen Solidarität mit Palästina. Unter dem Motto "No stage for the legitimation of genocide - Freedom for Palestine" soll auch eine Demonstration in Wien stattfinden.
Internationale Resonanz
Mehrere Länder haben bereits angekündigt, den ESC in Wien zu boykottieren. Dazu gehören die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island. Diese Staaten begründen ihre Entscheidung ebenfalls mit der Teilnahme Israels am Wettbewerb.

