Donald Trump hat sich in einer «State of the Union»-Rede an die Nation gewandt und China beschuldigt, den «grössten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte» begangen zu haben.

Trump sprach am Donnerstagabend (Ortszeit) aus Washington, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Zuvor hatten unter anderem ABC News und das Nachrichtenportal Politico über den Inhalt der Ansprache spekuliert. Die Rede war nach Mitteleuropäischer Sommerzeit für 3:00 Uhr in der Nacht zu Freitag angesetzt, was 21:00 Uhr US-Ostküstenzeit entspricht.

Trump selbst hat Medienberichten zufolge «wirklich große Neuigkeiten» in Aussicht gestellt. Er erklärte, China habe über mehrere Jahre hinweg – beginnend im Wahlzyklus 2020 – den wohl «grössten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte» begangen. Nach seinen Angaben soll es sich um rund 220 Millionen US-Wählerdatensätze handeln. Ein Datenverlust, der einen «beispiellosen Albtraum für die Wahlsicherheit» darstelle, so Trump.

Angebliche Beweise aus Geheimdienstquellen

Laut Trump sollen die angeblich freigegebenen, zuvor geheimen Dokumente belegen, dass die US-Systeme zur Stimmenauszählung anfällig für Eingriffe durch China und Russland seien. Geheimdiensterkenntnissen zufolge habe China für dieses Vorhaben eine spezielle Einheit zur Datenauswertung abgestellt, so Trump weiter. Trump kündigte an, die Dokumente zu deklassieren und zu veröffentlichen.