Der deutsche Möbelhersteller OKA hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern zählt zu den größten Arbeitgebern der Region. Nicolas Rebel von White & Case Counsel wurde als Insolvenzverwalter bestellt. Gemeinsam mit den Sanierungsberatern Ralf Hage und Martin Obendorf von DMP Solutions in Dresden sollen alle Optionen für eine Restrukturierung geprüft werden. Rebel erklärte: *"Es werden in Abstimmung mit den Sanierungsberatern und den Verfahrensbeteiligten alle bestehenden Sanierungsmöglichkeiten ausgelotet, um die Grundlage für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu schaffen."* Die finanziellen Schwierigkeiten von OKA resultieren vor allem aus Verzögerungen bei der Inbetriebnahme einer neuen Produktionsstätte in Wykroty, Polen. Geschäftsführer Kasper hatte den Bau der Fabrik, die rund 125.000 Quadratmeter umfassen sollte, 2023 begonnen. Das Projekt wurde jedoch nie fertiggestellt. Die Gehälter der Mitarbeiter sind durch Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Weitere Schritte zur Zukunft des Unternehmens werden nun in enger Abstimmung mit den Beratern und Gläubigern erarbeitet.