Ein 25-jähriger Mann ist am Freitag im Krankenhaus an den Folgen eines schweren Unfalls auf der Wasserrutsche „Twister“ im Freizeitbad Miramar in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) gestorben.
Der Unfall ereignete sich am Pfingstsamstag, dem 23. Mai, spät am Abend. Nach Angaben der Betreiber und der Staatsanwaltschaft Mannheim rutschten vier Männer im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren, die sich untereinander kannten und das Bad gemeinsam besuchten, entgegen den Nutzungsregeln gleichzeitig in die rund 150 Meter lange Rutsche.
Die Sicherheitsvorschriften für die als „schwer“ eingestufte Rutsche sehen vor, dass nur eine Person nach der anderen rutschen darf und ein ausreichender Abstand eingehalten werden muss. Geregelt wird der Start durch eine Ampelanlage, die erst auf Grün schaltet, wenn der vorherige Rutscher den Auslauf passiert und eine Lichtschranke durchquert hat.
Der Unfallhergang: Gleichzeitiges Rutschen trotz Ampelregelung
Videoaufnahmen vom Rutscheneingang zeigen laut Staatsanwaltschaft, dass nur der erste der vier Männer auf das grüne Signal wartete. Die drei folgenden taten dies nicht und rutschten unmittelbar hinterher.
Im unteren Bereich der Rutsche, wo die Nutzer in einen Trichter gleiten, abgebremst werden und in eine Pendelbewegung geraten, kam es zur Kollision. Aufnahmen aus dem Inneren der Rutsche zeigen vier Personen in diesem Abschnitt, die ihre Bewegung nicht mehr kontrollieren konnten.