Ein 66-jähriger Motorradfahrer ist am Donnerstagmorgen bei einer Frontalkollision mit einem Auto in Tumeltsham im Bezirk Ried in Oberösterreich ums Leben gekommen; der entgegenkommende 56-jährige Pkw-Lenker war laut Polizei stark alkoholisiert.
Der Unfall ereignete sich gegen 8.30 Uhr auf der B141a, der Rieder Straße, im Gemeindegebiet von Tumeltsham. Wie die Landespolizeidirektion mitteilte, fuhr ein 56-jähriger Mann aus dem Bezirk Ried mit seinem Pkw in Richtung Walchshausen, während ihm gleichzeitig ein 66-jähriger Motorradfahrer aus Natternbach im Bezirk Grieskirchen entgegenkam.
Unfallhergang auf der B141a
Aus bislang ungeklärter Ursache kam es laut Polizei zu einem Frontalzusammenstoß der beiden Fahrzeuge. „Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad wurden gegen 8.30 Uhr beide Fahrzeuge von der Straße geschleudert“, hieß es im Polizeibericht. Beide Wagen wurden von der Fahrbahn geschleudert.
Der 66-Jährige erlitt bei dem Crash schwere Verletzungen. Er wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt in das Krankenhaus Ried im Innkreis eingeliefert, wo er wenig später verstarb. Die Polizei bestätigte: „Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen und verstarb wenig später im Krankenhaus Ried im Innkreis.“
Schwer verletzt ins Krankenhaus
Der 56-jährige Autofahrer überstand den Zusammenstoß laut Polizei ohne Verletzungen. „Der 56-Jährige blieb unverletzt“, teilte die Exekutive mit. Ein Alkotest bei dem Mann ergab jedoch einen Wert von 2,2 Promille.
Damit lag der Pkw-Lenker deutlich über der absoluten Fahruntauglichkeitsgrenze von 0,5 Promille und sogar weit über dem Grenzwert von 0,8 Promille, ab dem in Österreich eine Lenkberechtigung entzogen werden kann. Die Polizei stufte den Mann als „stark alkoholisiert“ ein.
Ermittlungen gegen den Autofahrer
Die Landespolizeidirektion Oberösterreich leitete Ermittlungen gegen den 56-Jährigen ein. Er wird laut Polizei wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung (§ 80 StGB) geführt. Die genaue Ursache der Frontalkollision – etwa ein Überholmanöver, ein Sekundenschlaf oder ein Fahrfehler – ist laut Polizei noch Gegenstand der laufenden Erhebungen.
Die B141a ist eine stark frequentierte Verbindungsstraße im Innviertel. Zum Zeitpunkt des Unfalls am Donnerstagfrüh war die Fahrbahn trocken, sodass Witterungseinflüsse nach derzeitigem Ermittlungsstand als Ursache ausscheiden. Auch andere Verkehrsteilnehmer waren an dem Crash nicht beteiligt.
Reaktionen und Hintergrund
Der tödliche Unfall in Tumeltsham reiht sich in eine Reihe schwerer Motorradunfälle in Oberösterreich in diesem Sommer ein. Erst Mitte Juni waren auf der B134 in St. Georgen bei Obernberg am Inn zwei Motorradfahrer bei einem Zusammenstoß schwer verletzt worden.
Das Opfer aus Natternbach war laut Polizei ein routinierter Motorradfahrer, der die Strecke regelmäßig befahren haben soll. Sein Motorrad wurde bei dem Aufprall so stark beschädigt, dass es nur noch als Totalschaden gilt.
Die Polizei bittet Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum genauen Hergang geben können, sich bei der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Die Erhebungen zur Klärung der Unfallursache dauern an.
