Tödlicher Auffahrunfall auf Kärntner A2: ASFINAG-Mitarbeiter stirbt bei Mäharbeiten
Völkermarkt, 30. Juni 2026
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Kurzfassung
Bei Mäharbeiten auf der Kärntner Südautobahn (A2) ist am Dienstagnachmittag ein 42-jähriger ASFINAG-Mitarbeiter aus dem Bezirk Klagenfurt-Land von einem Sattelzug tödlich verletzt worden. Ein weiterer ASFINAG-Mitarbeiter sowie der 47-jährige italienische Lkw-Lenker erlitten schwere Verletzungen.
Ein 42-jähriger Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Klagenfurt ist am Dienstag gegen 14.00 Uhr bei Mäharbeiten auf der Kärntner Südautobahn (A2) zwischen den Anschlussstellen Völkermarkt West und Völkermarkt Ost von einem italienischen Sattelzug tödlich verletzt worden.
Hergang des Unfalls
Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Klagenfurt führten zwischen den Ab- und Auffahrten Völkermarkt West und Ost in Fahrtrichtung Wien Mäharbeiten durch. Die Tagesbaustelle wurde von drei Fahrzeugen abgesichert, wobei ein Lkw mit Aufprallschutz das Abschlussfahrzeug bildete. Vor diesem fuhren eine Straßenkehrmaschine und ein Unimog mit Mäheinrichtung.
Aus vorerst unbekannter Ursache fuhr gegen 14.00 Uhr ein italienischer Sattelzug gegen das Heck des Absicherungs-Lkw. Durch die immense Wucht des Aufpralls wurde der Schutz-Lkw auf die Straßenkehrmaschine und diese auf das Mähfahrzeug geschoben. Der Absicherungs-Lkw wurde dabei mehrere Meter nach vorne geschleudert und erfasste den 42-jährigen Mitarbeiter tödlich.
Für den Lenker des Absicherungs-Lkw, einen 42-jährigen Mann aus dem Bezirk Klagenfurt-Land, kam jede Hilfe zu spät und er starb noch an der Unfallstelle. Der getötete Mitarbeiter hinterlässt nach Angaben der ASFINAG zwei Kinder.
Verletzte und Rettungseinsatz
Durch die Wucht des Anpralls wurde der Lenker des Sattelzugs, ein 47-jähriger Italiener, im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Der 47-jährige Lkw-Lenker wurde mit schweren Verletzungen ins Klinikum Klagenfurt eingeliefert.
Auch ein weiterer Asfinag-Mitarbeiter wurde verletzt, teilte die Polizei mit. Ein weiterer Mitarbeiter der ASFINAG erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Vollsperrung der A2
Zur Erhebung des Unfallhergangs und wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten war die A2 in diesem Bereich stundenlang gesperrt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Wien musste über die umliegenden Anschlussstellen umgeleitet werden. Es kam zu erheblichen Staus auf den Ausweichrouten.
Reaktion der ASFINAG
Die ASFINAG reagierte unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls mit einer offiziellen Stellungnahme. In einer Aussendung drückten die ASFINAG-Vorstandsmitglieder Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser ihre tiefe Betroffenheit aus: "Dieser Unfall macht uns tief betroffen."
Die Vorstandsmitglieder betonten zugleich die Gefahren, denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Autobahnen täglich ausgesetzt sind: "Uns allen ist bewusst, dass die Arbeit auf der Autobahn gefährlich ist und deswegen appellieren wir heute noch einmal besonders an alle Verkehrsteilnehmer, auf unsere Mitarbeitenden aufzupassen. Die Autobahn ist ihr Arbeitsplatz und hinter jeder Warnweste steht ein Mensch."
Sicherheitskampagne und Mahnung
Hufnagl und Kasser verwiesen in diesem Zusammenhang auf die erst rund zwei Wochen vor dem Unfall gestartete Kampagne "Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du aufpasst". Die Kampagne solle Autofahrerinnen und Autofahrer für die Gefahren sensibilisieren, denen Streckenposten und Wartungspersonal ausgesetzt sind. Die ASFINAG-Spitze erklärte: "Wir würden uns wünschen, dass wir solche Kampagnen nicht brauchen. Aber dieser Unfall führt uns auf furchtbare Weise vor Augen, dass sie leider mehr als notwendig ist."
Als sichtbares Zeichen der Trauer und Mahnung zeigt die ASFINAG derzeit auf allen Überkopfwegweisern der österreichischen Autobahnen die Meldung "Wir trauern!", um auf die Tragödie aufmerksam zu machen und die Autofahrer zu sensibilisieren. Die Durchsagen auf den Anzeigetafeln sollen nach dem Willen des Unternehmens dazu beitragen, dass Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit reduzieren und ausreichend Abstand zu Arbeitsstellen halten.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Nach derzeitigem Stand ist unklar, warum der italienische Sattelzeug-Lenker auf das Heck des Absicherungs-Lkw auffuhr. Mögliche Ursachen wie Unachtsamkeit, Ablenkung, ein technisches Gebrechen am Schwerfahrzeug oder ein medizinischer Notfall des Lenkers werden geprüft. Auch die Frage, ob der Fahrer des Sattelzugs möglicherweise die Geschwindigkeit nicht ausreichend reduziert hatte, ist Teil der Erhebungen.
Ermittlungen zur Unfallursache
Die Rettungskette lief nach Angaben der Einsatzkräfte reibungslos an. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren rasch an der Unfallstelle, nachdem der Alarm ausgelöst worden war. Der eingeklemmte Lkw-Lenker musste von der Feuerwehr aus dem Führerhaus des Sattelzugs geborgen werden. Anschließend wurde er mit schweren Verletzungen in das Klinikum Klagenfurt transportiert. Der verletzte zweite ASFINAG-Mitarbeiter wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht.
Der Unfall wirft ein Schlaglicht auf die generelle Sicherheitslage von Wartungs- und Bauarbeiten auf Österreichs Autobahnen. ASFINAG-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind bei ihrer Arbeit auf den Schnellstraßen und Autobahnen besonderen Risiken ausgesetzt, da der fließende Verkehr auch in Baustellenbereichen oft mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist. Trotz Warnbeschilderung, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Absicherungsfahrzeugen kommt es immer wieder zu folgenschweren Auffahrunfällen.
Risiken bei Autobahn-Arbeiten
Die ASFINAG kündigte an, den Vorfall intern aufzuarbeiten und die eigenen Sicherheitsstandards zu überprüfen. Zugleich richtete das Unternehmen einen Aufruf an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die Tempolimits in Baustellenbereichen konsequent einzuhalten und ausreichend Sicherheitsabstand zu halten. Die Identität des getöteten Mitarbeiters wurde von der ASFINAG nicht öffentlich gemacht; das Unternehmen sprach von einem "geschätzten Kollegen" und kündigte an, den Hinterbliebenen umfassende Unterstützung zukommen zu lassen.
Fragen & Antworten
Wer ist bei dem Unfall auf der A2 ums Leben gekommen?
Bei dem Unfall starb ein 42-jähriger Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Klagenfurt, der den Absicherungs-Lkw lenkte. Er hinterlässt zwei Kinder.
Wie konnte es zu dem Auffahrunfall auf der A2 kommen?
Aus noch unbekannter Ursache fuhr ein italienischer Sattelzug gegen 14.00 Uhr auf den Absicherungs-Lkw am Ende der Mähkolonne auf. Die Wucht des Aufpralls schleuderte den Absicherungs-Lkw mehrere Meter nach vorne.
Wie reagiert die ASFINAG auf den tödlichen Unfall?
Die Vorstandsmitglieder Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser zeigten sich tief betroffen und riefen alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Aufmerksamkeit auf. Auf den Überkopfanzeigen österreichischer Autobahnen wird die Meldung "Wir trauern!" eingeblendet.
ASFINAG-Mitarbeiter stirbt bei Unfall auf A2 bei Völkermarkt | nachrichten360