Seit Beginn der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen sind bei israelischen Angriffen im Libanon fast 1.500 Menschen ums Leben gekommen.
Das libanesische Gesundheitsministerium bestätigte am Dienstag, dass die Zahl der Todesopfer auf 1.497 gestiegen ist. Zudem wurden 4.639 Menschen verletzt. Unter den Toten befinden sich laut israelischen Berichten Hunderte Mitglieder der Hisbollah. Die israelische Armee wirft der libanesischen Regierung vor, die Hisbollah nicht entwaffnet zu haben.
Eskalation der Gewalt
Die Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten haben sich in den vergangenen Wochen massiv intensiviert. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in der Grenzregion bereits mehrere UN-Friedenstruppen getötet oder verletzt, nachdem Schüsse und Geschosse in der Nähe ihrer Stellungen abgefeuert wurden. Die UN-Mission UNIFIL äußerte Besorgnis über die Entwicklungen in dem Gebiet.
Seit Beginn des aktuellen Konflikts wurden über 6.000 Geschosse aus dem Libanon nach Israel abgefeuert. Etwa die Hälfte dieser Angriffe soll von Hisbollah-Kämpfern südlich des Litani-Flusses ausgegangen sein.
Historischer Kontext
Die Hisbollah hätte sich nach dem letzten Krieg eigentlich hinter den Litani-Fluss zurückziehen sollen, der etwa 30 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Dies ist jedoch nicht vollständig geschehen, was zu anhaltenden Spannungen geführt hat. Die israelische Regierung betont wiederholt, dass die libanesische Regierung ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sei, die Hisbollah zu entwaffnen.
